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liche  Produktionsweise  empfohlen,  d.  h.  eine  Organisation,  bei
der  alle  Produktions  mittel  —  nicht  dagegen  die  K  o  n  s  u  m  t  i  o  n  smittel
  —  Eigentum  der  Gesamtheit  sind  (Kollektivismus)  und
von  ihr  verwaltet  werden.  Der  privatwirtschaftliche  Betrieb  soll  durch
den  vergesellschaften  ersetzt  werden,  d.  h.  einen  Betrieb,  der  verstaatlicht  ist,
bzw.  in  dem  die  Arbeiter  die  Produktion  gleichberechtigt  mitleiten.
Gegensatz  von  Kollektivismus  (gemeinsame  Wirtschaft  der  Menschen  auf
Grundlage  eines  gemeinsamen  Vermögens)  ist  Individualismus:  Jeder
wirtschaftet  für  sich,  auf  eigene  Rechnung  und  Gefahr.
Ausgangspunkt  der  kommunistisch-sozialistischen  Bewegung  ist  das  Mißverhältnis ­
  zwischen  Arbeit  und  Arbeits  lohn,  die  ungleiche  Verteilung
der  Güter,  die  bewirkt,  daß  die  einen  im  Überfluß  leben,  die  anderen  im
Elend  schmachten.  Bestrebungen,  eine  Besserung  dieser  Verhältnisse  herbeizuführen, ­
  zu  verhüten,  daß  Armut  und  Reichtum  sich  schroff  gegenüberstehen,
  sind  bis  ins  klassische  Altertum  zurück  zu  verfolgen.
Zur  Zeit  des  sinkenden  Griechentums  schrieb  Plato  die  bedeutungsvollen ­
  Werke  „über  den  Staat"  und  „die  Gesetze".  In  dem  von  ihm
geschilderten  idealen  Staatswesen  gibt  es  kein  Privateigentum,  keine
Familie,  keine  Ehe.  Der  Staat  wird  gebildet  von  drei  Klassen:  der
herrschenden  Kriegerklasse  (den  Wächtern),  der  Philosophenklasse  oder  dem
Lehrstand  und  der  Erwerbsklasse  (den  Ackerbauern,  Handwerkern  mit
ihren  Sklaven).  Die  Mittel  für  den  Unterhalt  der  beiden  ersten  Klassen
liefert  die  dritte  Klasse,  der  Nährstand.  Die  Erziehung  der  körperlich
gesunden  Kinder  (die  anderen  werden  ausgesetzt)  erfolgt  in  Staatsanstalten. ­

Ein  weiterer  Versuch,  ein  ideales  Staatsgebilde,  diesmal  vom  christlichen ­
  und  patriarchalischen  Standpunkte  aus,  darzustellen,  erfolgte  durch
den  englischen  Kanzler  Thomas  Morus.  In  dieser  1516  erschienenen, ­
  viel  gelesenen  und  bewunderten  Schrift,  die  er  Utopia  —  nv  xönog
—  kein  Ort,  „Nirgendheim"  —  nannte,  hat  Thomas  Morus  den  Typus
des  Staatsromans  geschaffen,  „d.  h.  solcher  Darstellungen  erdichteter ­
  Staatswesen,  in  denen  der  Verfasser  sein  Ideal  einer  Rechts-Wirtschafts- ­
  und  Gesellschaftsordnung  als  verwirklicht  voraussetzt  und  es  mit
den  realen  Verhältnissen  in  Parallele  bringt"  (Carl  Grünberg).
Bekannte  Schriften  dieser  Art  sind  des  Dominikanermönches  Camp
  a  n  e  l  l  a  „Sonnenstaat"  (um  1625),  M  o  r  e  l  l  y  s  „Nanfrages  des