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Parteien  und  Klaffen  nur  eine  beratende,  nicht  aber  schlechthin  entscheidende ­
  Stimme  zufallen  soll,  ferner  Schutz  der  wirtschaftlich  Schwachen,
Beseitigung  von  Hindernissen,  die  ein  Emporkommen  hindern,  positive
Unterstützungen  durch  das  „soziale  K  ö  n  i  g  t  u  nt".  Von  oben  nach
unten,  sagen  die  Sozialkonservativen,  nicht  von  unten  nach  oben,  wie  es
die  Marxisten  fordern,  soll  eine  Umgestaltung  der  wirtschaftlichen  Verhältnisse ­
  vor  sich  gehen,  die  vor  allem  auch  in  der  Beschränkung  der  Macht
und  des  Einflusses  des  Kapitals  bestehen  muß.
Reben  Rodbertus  und  Lorenz  von  Stein  sind  als  konservative
Sozialreformer  vor  allem  zu  nennen:  Adolph  Wagner,  Rud.  Meyer
und  R.  Tod  t.
Der  Sozialliberalismus  verlangt  auf  Grundlage  der  persönlichen ­
  Freiheit  und  rechtlichen  Gleichheit  aller  Personen  für  jedermann
die  Möglichkeit,  seine  Anlagen  und  Fähigkeiten  möglichst  ungehindert
entwickeln  und  an  den  Kulturfortschritten  teilnehmen  zu  können.  Hiermit
sei  aber  die  Forderung,  daß  alle  Personen  materiell  gleichgestellt  sein
müßten,  unvereinbar.  Das  Privateigentum  an  Produktionsmitteln ­
  und  das  Bestehen  des  Erbrechts  seien  aus  ihrem  Zweck  sowie
aus  wirtschaftlich-technischen  Gründen  zu  rechtfertigen.  Würden  diese
Rechtsinstitutionen  aufgehoben  werden,  dann  müßte  einem  jeden  der  Anteil ­
  an  materiellen  Gütern,  sowie  die  Art  und  das  Maß  seiner  Arbeit
von  einer  zentralen  Gewalt  zugewiesen  werden,  d.  h.  es  würde  größte  Unfreiheit ­
  bestehen.
Das  Streben  des  Sozialliberalismus  geht,  wie  Brentano,  der
wissenschaftliche  Führer  dieser  Jdeenrichtung,  es  ausdrückt,  dahin,  auf
dem  Boden  der  bestehenden  Eigentums-  und  Gewerbeordnung  teils  gesetzliche ­
  Maßregeln,  teils  freiwillige  Organisationen  zu  schaffen,  die  die
Prinzipien  der  gewerblichen  Freiheit  und  rechtlichen  Gleichheit  auch  im
Leben  zur  Verwirklichung  bringen,  indem  sie  die  sozial  Schwächeren  gegen
den  Mißbrauch  der  Übermacht  der  Stärkeren  schützen  und  sie  auch  befähigen, ­
  vereint  den  Kampf  der  wirtschaftlichen  Interessen  mit  den
Stärkeren  aufzunehmen  und  zu  bestehen.
Der  christlicheSozialismusist  entsprechend  den  beiden  Hauptbekenntnissen ­
  des  Christentums  in  zwei  Schulen  gespalten.  Das  gemeinsame ­
  Band  der  k  a  t  h  o  l  i  s  ch  e  n  und  der  cvangelischenSozialr
  e  f  o  r  m  p  a  r  t  e  i  ist  der  christliche  Glaube.  An  Stelle  des  Egoismus