20 1917 Rindern Kälbern Schweinen Schafen vom 1.— 28. 1. 216 ks 37 k S 85 ks ko- „ 29. 1.—25. 2. 210 „ CO 82 „ 16 „ „ 26. 2,-25. 3, 206 „ 31 78 „ 17 „ „ 26. 3.-22. 4. 191 „ 29 „ 72 „ 17 „ . Eine Erhöhung des Schlachtgewichtes dürste bei den Rindern wohl erst vom Monat Juli an wieder eintreten, wenn die ersten Ab lieferungen von den Fettweiden kommen, und wenn die bei Sommcr- stallfütterung gehaltenen Tiere durch die Verabreichung des ersten Klees sich im Ernährungszustand verbessert haben. Bei den Kälbern bringt die Notwendigkeit, möglichst viel Milch für die menschliche Ernährung zu gewinnen, das unter anderem auch durch die Preispolitik angestrebte Ziel einer tunlichst früheren Absetzung mit sich, womit ein Zurück gehen des Schlachtgewichtes verbunden ist. Auch bei den Schweinen wird das vollkommene Fehlen von Kraftfutter das Schlachtgewicht der noch zur Ablieferung kommenden Tiere noch wesentlich herab mindern. Welche Einwirkung auf die zukünftige Entwicklung unserer Viehbestände die durch die notwendige Wechselbeziehung der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse erforderlich gewordene Herabsetzung der Viehpreise haben wird, das müssen die weiteren Viehzählungen lehren. Bei den Schweinen wird wohl schon bei der Erhebung am 1. Juni 1917 ein Rückgang, gleichzeitig veranlaßt durch den Mangel an Kraftsuttermitteln, in die Erscheinung treten, und dieser Rückgang ist erstrebt, soweit er ein Mißverhältnis zwischen Vorrat an Futter mitteln und Zahl der gehaltenen Schweine beseitigt. Bei den Rindern wird die Preissenkung durch das spätere Inkrafttreten der Preis minderung voraussichtlich erst bei der September-Zählung ihre Wirkung zeigen, wenn nicht die infolge der seit dem 16. April 1917 erhöhten Fleischration erforderliche stärkere Inanspruchnahme des Rindviehbestandes die Verminderung bereits bei der Zählung am 1. Juni 1917 mit sich bringt.