69 mein ber einzelne Schlächter schlachten, sondern nur eine Zentralstelle. Diese kann der Kommuualverband selbst sei» (städtische Regie) oder die Gesamtheit der Metzger (Innung). Beide Arten finden sich häufig. Diese einheitliche Zusammenfassung erfordert ein genügendes, meistens vorhandenes Schlachthaus, genügendes Personal', das der Innung entnommen werden kann, und eine eigene Kapitalgrundlage, da ein erheblicher Geldumschlag und beträchtliche Unkosten zu decken sind. Es muß also auch die entsprechende Buch- und Kassenführung eingerichtet werden. Ist dies alles beschafft, so läßt sich mit leichten Mitteln eine Verteil ungszentrale anschließen, welche die Kartenau- meldungen der Ladcnfleischer prüft, abrechnet und durch die ent sprechende Fleischzuteilung wöchentlich befriedigt. Hierbei ergibt sich dann für jeden Fleischer eine Art Verrechnungsverkehr, bei dem ihm Überschüsse gutgeschrieben werden können und begründeter Mehr verbrauch ersetzt werden kann. Damit ist das Höchstmaß an Ge nauigkeit erzielt. Die zentrale Schlachtung erzielt ihrerseits die Abfälle, das Blut, die Eingeweide usw. in eigener Hand und führt deshalb von selbst zur Z e >, t r a l w u r st e r e i. Letztere ist übrigens sogar in Städten ohne Zentralschlachtung öfters üblich, indem von den Schlächtern ans deren Einzelschlachtungen jene Wurstgüter zurückgefordert werden. Es leuchtet ein, daß der erstere Weg einfacher und sicherer ist. Die Zentralwursterei ist in der Lage, zur Herstellung der Wurst (städtische Wurst, Einheitswurst, Kriegswurst) alles wirklich ein wandfrei zu verwenden, was hierzu anfällt. Auf diesem Wege ist der Vergeudung von Blut, Abfälle» und dergl. vorgebeugt. Insbesondere können alle Riuderschlachtabfällc mit Schweinefett zusammen zu brauchbarem Wnrstgut verwendet werden. Das sichert eine Höchst- ausbeute, welche die Befriedigung aller Fleischkarten mehr und mehr erleichtert. Es steht durch Erfahrung fest, daß auf diesem Wege viele Ge meinden 250 g Wochenkopfmeugcu glatt erzielt haben, obwohl ihnen rechnerisch weniger Gesamtschiachtvieh und damit Ausbeute auf de» ^opf der Bevölkerung zur Verfügung stand als anderen Städten, die wit verhältnismäßig' höheren Viehmengen doch nicht die Austeilung lener 250 g zu Wege brachten. Das wird oft bei der Beurteilung ber Fleischverteilung sehr zu Unrecht übersehen. Es muß indessen hierbei erwähnt werden, daß die Innungen und deren Organisationen (EinkansSzentrnlen, VerwertuugSgenosseii-