96 D i e Unkosten stellen sich insgesamt sonach auf: 4,34—16,39 % bei Rindern, 4,68—21,03 % „ Kälbern, 3,93—18,62 % „ Schafen, 5,19 17,50 % „ Schweinen, immer berechnet nach dem Lebcndgewichtspreise der Tiere. Da manche Gebühren, wie z. B. die Schlachtgebühren, nach Stück zahl berechnet werden, erhöhen sie den Gestehungspreis der Gewichts einheit Fleisch um so mehr, je leichter ein Schlachttier ist. Im all gemeinen wird also bei dem durchschnittlich geringeren Gewicht der gegenwärtig geschlachteten Tiere das Pfund Fleisch mit höheren Un kostenbeträgen belastet als zu Friedenszeiten, soweit es sich um Stall vieh handelt. Bei dem Weidemastvieh ist bei guter Weide das Gewichtsverhältnis dasselbe wie im Frieden, wenn die Weide gut ist und die Entleerung der Weiden nicht durch besondere Umstände (über mäßige Entnahme, Einfluß der Senkung der Viehpreise) vorzeitig bewirkt wird. In manchen Gegenden werden noch die Z u f u h r k o st e n des Fleisches vom öffentlichen Schlachthof zum Ladeubetrieb, soweit solche entstehen, in die Schlachtuiikofteu eingerechnet. Sie betragen 1 J( bis 1,50 Jl für 100 kg Fleisch in Berlin und schwanken im übrigen in weiten Grenzen. Im Reichsdurchschnitt bezifferten sie sich für 1 Pfund Rindfleisch und Schweinefleisch auf 0,7, für 1 Pfund Kalbfleisch auf 1,4 und für 1 Pfund Schaffleisch auf 0,2 Während des Krieges wurden diese Kosten meistens vom Laden- schlächter übernommen und sind daher in den Rohgewinu des Schlächters einbezogen. c) S ch lacht a u s b e u t e. Die durchschnittliche Schlachtausbeute ist im allgemeinen ab hängig vom Ausfall der Futtermittelernte, von der Jahreszeit sowie der Wirtschaftsweise und Wirtschaftslage des Lieferungsgebietes und der Viehgattung. Bei den einzelnen Viehgattungen wechselt sic nach Rasse, Alter, Geschlecht, ErnährungS- und Fütterungszustand sowie »ach dem Gewichtsverlust auf dem Transport. Bei der Berechnung der Schlachtausbeute wurde als Lebendgewicht dasjenige Gewicht betrachtet, das der Berechnung des Ankaufspreises zugrunde gelegt wird. Da der Begriff „Lebendgewicht", wie erwähnt, nicht überall das gleiche bedeutet, muß den bestehenden Unterschieden entsprechend auch die Schlachtausbeute verschieden ausfallen. Die Schlachtausbeute verändert sich im Laufe eines Jahres am gleichen Orte und in der