über die sie sonst aus Unkenntnis leichthin zu urteilen geneigt sind. Sie erhalten in die verwickelten Zusammenhänge von Preisen und Versorgung Einblick, sie überzeugen sich, daß mit radikalen Maßnahmen ­ und uufrüchtbarer Kritik den Zwecken des Preis- und Versorgungswesens ­ nicht gedient ist; sie lernen die Einseitigkeit der Beurteilung ­ lediglich nach Sonderrücksichten überwinden; und diese Erfahrungen machen sie gleichzeitig für die Bevölkerungsgruppen, die sie vertreten, umso sicherer dann, wenn sie, wie es oft der Fall ist, als Vorsitzende oder Vertrauensmänner großer Organisationen (Verbraucherverbände, Gewerkschaften, Berufs- und Jnteressenvcrbände) zu den Arbeiten der Preisstcllen hinzugezogen sind. 7. DiehcutigcBedeutungundDascinsberechtigung der P r e i s p r ü f n n g s st e l l e n. A) D i e V c r s ch i e b u n g in den Grundlagen der Kriegswirtschaft. ­ Die Darstellung der Tätigkeit der PreiSprüsnngsstellen hat, sobald ­ sic die Würdigung dieser Einrichtungen für die unmittelbare Gegenwart und die nächste Zukunft fortführen will, von jenem tief a-ueifendeu Wandel Anmerkung zu nehmen, der sich für ihre Arbeiten immer noch fortschreitend aus der grundlegenden Umgestaltung ­ unserer kriegswirtschaftlichen Organisation im Gebiete des Lcbensmittelverkehrs ergibt. Bezeichnen nur jene Umgestaltung als Übergang von der kommunalen Wirtschaft zum R e ich s b e w i r t s ch a f t n u gspl a u , so folgt daraus, daß in dem Maße, wie die ReichSbcwirtschaftung vorschreitet, bestimmte wichtige Aufgaben' der Preisstellen zurücktreten, während sich ihr verbleibender ­ Äufgabenkreis schärfer heraushebt. Unter Wahrung der rechtlichen Grundlage der Preisstellen hat sich ihre wirtschaftliche und verwaltungsmäßiae Zwcckerfüllung wesentlich verengt. Der schwache Punkt der Kriegswirtschaft im Kommunalverbaude, das Fehlen einer durchgreifenden Erfassung der Vorräte und einer allgemeinverbindlichen Regelung des Verbrauchs, mußte mit den steigenden Schwierigkeiten der Versorgung zu Tage treten. Die schleckte Ernte von 1915, die schärfere Zufuhrsperre, das allmähliche Aufbrauchen der Vorräte und die ungenügende Verbrauchsbeschränkung ­ der Überschußgebiete bei gleichzeitig ungenügender Erfassung ­ der Vorräte erzwangen ein Abgehen von dem ursprünglichen Verfahren. Das Verlangen nach gerechter und gleichmäßiger Verteilung, ­ der Unwille über die bessere Versorgung bestimmter Gebiete bei gleichzeitiger äußerster Einschränkung der Bedarfsgebiete, führte