46 W. Benary. [16, 298] D. 7. Gleich. Wie in voriger Karte (längeres Vergleichen). D. 8. Gleich. Ich vergleiche auf jeder Kartenseite die beiden Drei ecke untereinander in derselben Figur und fand, dafs das rechte etwas kleiner erscheint. Ich fand in der anderen Figur dasselbe. Urteilte daher gleich. D. 9. Linkes Dreieck verschieden, in der Gesamtflgur gesehen. Bei weiteren Vergleichen untere Linie als verschieden lang erkannt. D. 10. Obere Dreiecke verschieden. Zunächst Unterschied nicht an- gebbar, dann erkannt, dafs Verschiedenheit in der Gröfse des Winkels links besteht. D. 11. Gleich. D. 12. Gleich. Zusammenfassung. Es besteht im allgemeinen die Neigung nach dem Gesamt eindruck der einzelnen Dreiecke unter einem bestimmten Gesichts punkt zu vergleichen. Einzelheiten werden dann zur Kontrolle herangezogen; doch kann auch ein charakteristisches Konstruk tionselement das Primäre sein, und das Urteil sich danach richten. Die Ungleichheit wird zuweilen unmittelbar gesehen, die Gleich heit nur in zwei Fällen (G 5 und C 7), sonst wird sie nur geurteilt. Dieses Urteil kann diskursiv gebildet werden (D 6, C 9), oder sich auf ein als charakteristisch gefafstes Merkmal gründen (D 5, D'8). Ist in einem solchen Fall das Merkmal unzureichend, d. h. ist ein Element herausgefafst, das nicht für die Gesamtstruktur ent scheidend ist, so kann ein falsches Urteil herauskommen, das bei Wechsel des Gesichtspunkts (der in verschiedener Art mög lich wäre) sofort durch das richtige Urteil oder das Sehen der tatsächlichen Ungleichheit abgelöst wird (0 8). Der Eindruck der Ungleichheit kann zunächst unbestimmt sein und erst allmählich an einer bestimmten Zone oder in einem bestimmbaren Grade heraustreten. Die Wichtigkeit der Zweiteilung der Gesamtfigur in Dreiecke ist verschieden, wenn auch schliefslich die Dreiecke immer als wesentliche Träger der Struktur aufgefafst sind. Aber manchmal ist gerade die Art ihrer Zusammenfügung beachtet; in anderen Fällen sind sie dagegen stark isoliert aufgefafst. Einmal ist das besondere Gröfsenverhältnis der beiden Dreiecke in derselben Figur auf einer Kartenseite beachtet, einmal die Figur perspektivisch gesehen. Es ist deutlich, dafs nicht mit prägnanten Gestalten operiert wird.