60 Betriebsvermögen. papierbestände, übrigens auch Valutaverluste, können dem jährlichen ­ Gewinn belastet oder aus einer Rücklage gedeckt oder als fiktives rechnungsmäßiges Aktivum eingestellt und regelmäßig ­ abgeschrieben, d. h. auf einen längeren Zeitraum verteilt ­ werden; endlich können Kursgewinne nicht als Überschüsse, sondern als Minderung dieser Kursverluste behandelt werden. Schenkungen in Bargeld, beispielsweise an eine notleidende Gesellschaft zwecks Tilgung einer Unterbilanz oder Deckung eines Verlustes aus Unterschlagungen, sind bei Aktiengesellschaften ­ nicht verteilungsfähiger Gewinn, sind nicht der Zwangsreserve ­ zuzuführen, aber in die B. einzustellen. Die Deckung des Verlustes ist im Geschäftsbericht oder in der Gewinnrechnung ersichtlich zu machen. Geschenkte Gegenstände, z. B. Grundstücke ­ an Eisenbahnen, sind ihrem Schätzungswert nach unter den Aktiven anzuführen, mit dem gleichen Betrag unter den Passiven, um eine Verteilung zu verhindern 1 ). Zuschüsse des Staates oder der Gemeinden zum Eisenbahnbau vermindern die Herstellungskosten, wenn sie als verlorner Zuschuß gegeben werden, oder bilden eine Schuld, falls sie rückzahlbar sind. Vielfach ­ werden die erstgenannten Zuschüsse auf beiden Seiten der B. aufgeführt. Immaterielle Güter und Rechte, wie Patente 1 2 ), Urheber-, Firmen-, Verlagsrechte, Erfindungen, Fabrikationsgeheimnisse, Rechte auf Warenzeichen, Konzessionen, Berggerechtsame, kurz i ideelle Aktiva, können nur dann ein Bilanzaktivum bilden, wenn für die Erwerbung besondere Aufwendungen gemacht wurden 3 ). „Arbeitseinlagen“ (im Gegensatz zu Kapitaleinlage» 1 ) Passow, Bilanzen, S. 250. „Ausgleichsfonds für unentgeltlich erworbenen ­ Grundbesitz“. 2 ) Vgl. Frankfurter Ztg., Nr. 169 von 1911 (Beurteilung der Pate«tkonti in Bilanzen). 3 ) Über den „Geschäftswert“ einer Unternehmung vgl. die Monographie ­ von Dicksee, Goodwill. 3 rd edition. London 1906 (Gee & Co.); Privatwirtschaftslehre, § 12. Bei dem Übergang der Dortmunder Union au« die Deutsch-Luxemburgische Bergwerk- und Hütten-Aktiengesellschaft wurden 2% Mül. M. angenommener ideeller Wert der Beteiligungen affl Kohlensyndikat, am Stahlwerksverband und den sonstigen Verbänden sowie % Mill. M. angenommener ideeller Wert der Kundschaft in die Bilaa« eingestellt.