66 Abschreibungskonten. irn ersten Fall ohne Abschreibung, im zweiten wird es mit 50 % abgeschrieben. Der Gewinn wird vollständig ausgeschüttet. In beiden Fällen wird ein Gesamtgewinn von 170 verteilt, doch sind die Auszahlungsbeträge der einzelnen Jahre verschie den. Vom verdienten Gewinn werden durch Vermögensverluste 120 verbraucht. Die Abschreibung bewirkt ein Zurückhalten li quider Mittel (80 zu 140), wirkt also hier wie eine echte Reserve. I. Fall, ohne Abschreibung: II. Fall, mit Abschreibung: 1. Jahr 1. Jahr Anlagen .. . . 120 Kapital .. .. 200 Anlagen . 120 Kapital . . . . 200 Rar . 210 Gewinn . 130 • 60 60 Gewinn . . .. 70 Bar " 210 2. J ahr 2. fahr Anlagen .. . Kapital . . . . 200 Anlagen . 60 Kapital .. . . 200 Bar (210-f- 130 Gewinn .. .. 40 -7- 60 — Gewinn . . 100 + 160) 240 Bar(210 -j- 70 + 160) .. 300 Die folgende Tabelle vergleicht die Ergebnisse. Flüssige Mittel nach Auszahlung des Ge- Verdienter Bilanzmäßig nach- winnes Jahres- gewiesener Gewinn ohne mit gewinn Abschreibung I. Fall II. Fall 1. J ahr 80 140 130 130 70 2. Jahr 200 200 160 40 100 290 170 170 Vom verdienten Gewinn werden durch Abschreibung in jedem Jahr 60 zurückgehalten, um daraus die in Zukunft eintretenden Kapitalverluste auf die Dauer der Benutzung zu verteilen: eine Antizipation des zukünftigen Verlustes. Das Reinvermögen der Unternehmung bleibt unverändert. Die Abschreibungen bei Kapitalgesellschaften vermindern den verteilungsfähigen Ge winn, lassen aber das Vermögen unverändert; eine Gewinnrück-