Industriebilanzen- 239 Ul. Erträgnis: Reingewinn 17 470, umgerechnet auf das eigene Kapital bei Beginn des Jahres = 6% % Verzinsung, demnach recht gering. Bei einem Umsatz von 449 000 ist ein unverhältnismäßig hoher Bankkredit von 371 000 vorhanden, der infolge falscher j Selbstkostenberechnung und dementsprechender Kalkulation zu niedriger Verkaufspreise im folgenden Jahr etwa verdoppelt werden mußte. Bei einem Debitoren-Zinssatz von mindestens 7l /2 % und einer Zinsenausgabe von 15 230 M. errechnet sich ein Durchschnittsbanksaldo (roh) von 200 000 M. gegen einen Schlußbestand von 371 000. Die Bankschulden sind demnach gegen Ende des Jahres stark angewachsen. b) Kreditwirtschaftliche Kritik: Vom Gesamtvermögen von 1 072 260 scheiden als durch Kre ditkapital gebunden, soweit dies in der Bilanzvorlage ersichtlich ist, aus: Grundstücke und Gebäude 567 825 {belastet mit 56 %) Freier Vermögensrest 504 435. Als Kreditunterlagen Inventar, Werkzeuge, Beteiligungen ... 42 200 nicht verwertbar sind Flüssige Mittel 9 175 Für neue Kredite verfügbar 453 060, sofern durch Bank kredite (Zession von Buchforderungen und Sicherungsübereignung des Lagers) Beträge nicht bereits gebunden sind. c) Zahlungsbereitschaft: Die dringlichen Schulden werden durch flüssige Mittel nicht gedeckt, der Reingewinn ist wiederum hicht liquide; den Betriebsschulden (Bank, Kreditoren, Akzepte) Von zusammen 427 800 stehen als flüssiges Betriebsvermögen (Forderungen und flüssige Mittel) nur 106 000 M. gegenüber; die Lageibestände sind unveräußerlich (Waren für Heeres tedarf). Im Hinblick auf die wenig günstige Lage hätte diese G. m. b. H. sich besser mit Nachschußpflicht oder mit einem größeren Stammkapital, etwa y 2 Milk, gründen müssen. 3. Beispiel: Vgl. die Verarbeitung von Bilanzen in der Tabelle S. 236/237. i. Beispiel: Die nunmehr folgende kritische Bilanzrechnung einer Konzernunternehmung leidet an der Mangelhaftigkeit des verfügbaren Materials; insbesondere entbehrt der Fabrikations gewinn der Zuverlässigkeit, weil, abgesehen von der Reserve- Politik, die Gewinnverteilung unter den Konzernfirmen unbe kannt ist. (Anlage nach S. 243).