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        <title>Die Erteilung von Konzessionen Sowjet-Rußlands an das ausländische Kapital</title>
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            <idno>1016209568</idno>
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        Die Erteilung
von Kor »°sionen
Sowjetruß'» ds an das
ausländische
Mapital

Mit drei Karten

Herausgegeben von der Redaktion der
Russischen Korrespondenz
In Kommission: Frankes Verlag G.m. b.H., Leipzig

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        Die Erteilung
von Konzessionen
Sowjet-Rußlands an das
ausländische
Kapital

Mit drei Karten

Herausgegeben von der Redaktion der
Russischen Korrespondenz /ü34 "
In Kommission: Frankes Verlag G.m.b.H., Leipzig
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        I. Konzessionen für die Ausbeute von Wäldern in Westsibirien.

egenwärtig eröffnet sich‘ eine weite

Möglichkeit zur Verwertung sibirischer
Rohstoffe und in erster Linie der gewal:-
'igen sibirischen Vorräte an Holzmate-
rialien für die Bedürfnisse des Auslands:
marktes, Die Sowjet-Regierung beabsich-
tigt, zu diesem Zweck ausländischen Unter-
nehmern, die einen solchen Wunsch äußern
sollten, in Sibirien weite Flächen zur Verz
fügung zu stellen, um die dort im Ueber-
Auß vorhandenen verschiedenen Holzarten
und „sorten auf dem Konzessionswege zu
verwerten. Die Konzessionen können für
umfangreiche Gebiete erteilt werden, deren
Größe gegenwärtig infolge ungenügender
Erforschung nicht mit absoluter Genauig-
keit bestimmt werden kann. Immerhin kön:
ıaen Lage und Charakter einiger Gebiete be-
zeichnet werden, die in erster Linie als Ob-
jekte für Waldkonzessionen in Frage kom:
men könnten.

Als solche sind zu nennen, erstens: die
ausgedehnten und reichen Waldungen im
Gebiet der Flüsse Obj, Irtysch und Tas. In
diesem Becken sind im Bereich der Gouver-
aements Tjumenj, Omsk und Tomsk mehr
als 70 Millionen Deßjatinen schlagbaren
Holzes vorhanden.
Diese Fläche setzt sich aus den folgens
den Forstwirtschaften zusammen: im Gou-
vernement Tjumenj — Förstereien Ssamarow-
skoje mit einer Fläche von 40 Millionen
Deßjatinen, Demjanskoje mit 6 Millionen
Deßjatinen, Pelymskoje mit 3 Millionen
Deßjatinen; im Gouvernement Omsk — die
Förstereien Bitschinskoje und Tewriskoje
mit einer Gesamtfläche von 1 300 000 Deßja-
tinen; im Gouvernement Tomsk, im Narym:
zebiet 20 Millionen Deßjatinen., Diese Gebiete
zusammengenommen bilden eine gewaltige
Waldfläche, die bisher vor jeder Ausbeute
bewahrt geblieben war. Selbst wenn man
berücksichtigt, daß in der nächsten Arbeits:
periode die auf eine Ausbeute der Wälder
gerichteten Maßnahmen sich zunächst nur
ıuf einen Streifen von 30 Werst Breite längs
dem Lauf der Flüsse (je 15: Werst längs
dem Ufer) werden beschränken müssen,
die in großer Zahl die Waldungen durch:
ließen, und zur Triftung geeignet sind. so

wird auch dann noch die Waldfläche in
liesem Streifen sich belaufen: in den Förste-
eien Ssamarowskoje auf 7 Millionen Deßja-
inen, Demjanskoje 2,4 Millionen Deßja-
inen, Pelymskoje 1,4 Millionen Deßja-
inen, Bitschinskoje und Tewriskoje 0,9 Mil
ionen Deßjatinen und 3,8 Millionen Deßja-
inen im Narym-Gebiet, somit also insge:
samt 15,5 Millionen Deßjatinen.

Zweitens sind gewaltige Flächen im Ge:
»jiet des Flusses Tas vorhanden, das durch
len Obj-Busen mit dem Ozean verbunden
st. Ein 30 Werst langer Streifen längs die:
jem Fluß umfaßt über eine Million Deßja-
inen. Mithin beträgt die Gesamtfläche der
n erster Linie für die Verwertung in Frage
commenden Wälder im Gebiet der Flüsse
Jbj, Irtysch und Tas (wo sich die ortss
ınsässige, wenngleich sehr dünn gesäte Be-
’ölkerung konzentriert) 16,5 Millionen Deß-
atinen. In dem Maße jedoch, wie die Ver:
vertung dieser Waldstrecken an Ausdeh-
ıung gewinnen wird, wird die Möglichkeit
;ntstehen, die Arbeiten in das Innere der
)ezeichneten Gebiete hineinzutragen, die
öine unerschöpfliche Holzauelle darstellen.
Die Waldungen auf der vorerwähnten
7äche bestehen aus Kiefern und Fichten,
ıntermischt mit Zedern: und Lärchenbe:-
ständen.
Was das Alter der Bäume anbelangt, so
st Reifholz, das der Fällung harrt, in gewal;
iger Zahl vorhanden. Bestände bester
Qualität bilden innerhalb des 30 Werst
angen Streifens durchschnittlich minde-
;tens 30 Prozent oder rund 5 Millionen Deß-
atinen. Von einer jeden solchen Deßja-
ine können 35—40 auserlesene Ganzholz-
yalken und mindestens 8 Kubikfaden aus-
‚;rlesener Grubenhölzer gewonnen werden.
jemit können auf der Gesamtfläche eines
\0 Werst langen Streifens längs den ber
'eichneten Flüssen mehr als 200 Millionen
;ägeblöcke (da aus einem Baumstamm oft
‚wei Balken geschnitten werden können)
ınd mindestens 130—140 Millionen Kubik-
'aden Grubenhölzer gewonnen werden.
Nimmt man eine Konzessionsdauer von 50
Jahren für die Ausnutzung einer bestimm-=:
        <pb n="10" />
        ten Waldfläche an, so muß die jährliche
Holzgewinnung rund 4 Millionen Balken und
2,55 Millionen Kubikfaden Grubenhölzer,
unter Außerachtlassung des Zuwachses, be:
tragen.

Eine so gewaltige Menge Rohstoffe
kann nicht in rohem Zustande ausgeführt
werden; ein großer Teil wird an Ort und
Stelle zur Verarbeitung gelangen müssen.
Um jährlich 4 Millionen Balken schneiden
und Grubenhölzer zu Zellstoff verarbeiten
zu können, müssen an der Mündung des
Flusses Obj und zum Teil am Flusse Tas
Holzbearbeitungsfabriken errichtet werden.
Der gewaltige Umfang dieser Unternehmun-
gen ergibt sich aus den Rohstoffmengen,
die hierher geleitet werden können. Abge:
sehen von der Zellstoffgewinnung wird man
ausschließlich für den Bedarf der Schneide:
mühlen schätzungsweise rund 100 Säge»
zatter zur Aufstellung bringen müssen, was
der Errichtung einer zweiten Stadt Archanz
gelsk gleichkäme.

Hierbei muß hervorgehoben werden, daß
die an Konzessionäre zu überlassenden
Waldflächen sehr reich an Bodenschätzen
sind. Die auf der Halbinsel Jamala
1918—1919 angestellten Forschungen haben
das Vorhandensein von Platin erwiesen. Am
Unterlauf des Flusses Jenissei ist man auf
Kohle gestoßen, die qualitativ der Cardiff-
kohle in nichts nachsteht. . Auch Graphit ist
vorhanden, das unverarbeitet in der elektri-
schen Industrie Verwendung finden kann.
Außerdem gibt es in diesem Gebiet noch eine
Menge völlig unerforschter Bodenschätze. Die
Gewinnung dieser Schätze kann gleichzeitig
mit den Waldkonzessionen den Konzessio-
nären mit dem Recht einer Weiterführung
der Vorarbeiten überlassen werden,

Im Interesse der Ernährung der zur
Ausbeute der bezeichneten Waldungen zu
gewinnenden Arbeiter können in dem be-
treffenden Bezirk landwirtschaftliche Be=
triebe geschaffen und Viehzucht getrieben
sowie Lebensmittel und Futtermittel in
gewaltigen Mengen .aus den Steppenge-
bieten der Schwarzerde auf dem natürlichen
Wasserwege vom Oberlauf der Flüsse Obj
und Irtysch herangeführt werden. Außer:
dem können in diesem Gebiet die Rauch-
wildjagd und Fischerei, die hier von ganz
besonderer Bedeutung und ganz besonde:
‚em Wert sind, eine starke Entwicklung er-
fahren.

Die Verwertung der bezeichneten Wald:
ınd Bodenschätze muß in innige Verbin:
dung gebracht werden mit dem Ausbau der

Verkehrswege, die diese Gebiete mit dem
Auslande verbinden. Es ist schwer, den
Umfang der Entwicklung der für die Indu-
strialisierung und Kolonisierung dieses Ge-
bietes erforderlichen Verkehrswege für die
Zukunft vorauszusagen. Aber schon jetzt
zann auf die völlig ausgearbeiteten Entwürfe
‘ür den Bau der Eisenbahnlinien, die Er:
‘ichtung und Ausgestaltung von Häfen und
lie Verbesserung des Seeverkehrs hingewie:-
jien werden, Von den geplanten Eisen:
»ahnlinien sind zu nennen: Akmolinsk:
ndigo .mit einer Zweigbahn nach
3eresow, Nadeshinski Sawod (Werk) —
Medynka-Bucht mit einer Zweigbahn nach
)bdorsk; der „Große Nordweg‘, der nach
lem Projekt Borissows den Fluß Obj an der
Vündungsstelle des Irtysch mit Petrograd
ınd Murman verbinden soll, und end:
ich die Bahn Obj-Belomorsk zwischen
bj und Archangelsk. Alle diese Ver:
xehrswege, die den Obj-Fluß mit einer
Reihe wohleingerichteter Häfen und sol;
‘hen Buchten verbinden, in denen die
Irrichtung von Häfen keine Schwierigkeiten
»ereitet (Indigo und Medynka), können wäh:
‚end eines größeren oder kleineren Zeitz:
'aums erbaut werden. Dieses Gebiet ist je:
loch, wie die Expedition von Nansen im
“ahre 1913 und andere Expeditionen in den
etzten Jahren (1918-—1919) erwiesen haben,
nit Westeuropa bereits durch den Seeweg
iber das Karische Meer und das Eismeer
zerbunden. Unter Benutzung dieses See:
veges wurden 1919 bereits mehr als 500 000
&gt;ud Waren vom Flusse Obj abtransportiert,
wobei am rechten Ufer des Obj-Busens 12
ıuf der Karte eingetragene Leuchttürme er-
:ichtet, ergänzende Messungen des Fahr-
wassers vorgenommen und eine Reihe ande:
‚er Arbeiten ausgeführt worden sind, die das
Problem des nördlichen Seeweges gelöst, die
Schiffahrt günstig und gefahrlos gestaltet
haben.

Alles das weist darauf hin, daß die Er-
schließung dieses Gebietes und die industri-
le Verwertung der dort vorhandenen
Schätze in verhältnismäßig kurzer Zeit nicht
ı1ur für Rußland, sondern auch für die aus:
ändischen Staaten, deren Märkte von hier
‚us mit gewaltigen Mengen des ihnen feh-
enden Rohmaterials versorgt werden kön:
ıen, von größter Bedeutung werden können.
Dabei kann die Zufuhr der Rohstoffe nicht
ıur von den erwähnten Gebieten, son:
lern auch von den anliegenden Ortschaften
Sibiriens aus erfolgen, die zur Förderung der
wirtschaftlichen Entwicklung dieses Ge:
»ietes herangezogen werden können.
        <pb n="11" />
        II. Konzessionen für die Ausbeute von Wäldern im Norden des
Europäischen Rußland.
Im allgemeinen sind von den 65 Millio-
nen Deßjatinen Wäldereien im Norden, die
das Eismeer begrenzen, vorläufig für Konz
zessionsbewirtschaftung 14 Waldeinheiten
vorgesehen, die zusammen eine hierfür ge:
eignete Waldfläche von 18 Millionen Deß-
jatinen bilden. Die Fläche der einzelnen
Wirtschaftseinheiten schwankt zwischen
180 000 Deßjatinen (Gruppe der Försterei
am Flusse Ssuchona) und 3530000 Deßja:z
tinen (Wasserscheide zwischen den Flüssen
I[shma und Wytschegda).
Das in Frage kommende Holz in der
Forstwirtschaft des westlichen Teiles ist
hauptsächlich Kiefer, während in den übriz
gen Förstereien die Fichte vorherrscht.
Längs den Flüssen Kula, Mesenj und Pet-
schora sowie am Oberlauf der Wytschegda
tritt auch die Lärche auf. Am Oberlauf
der Petschora kommt außerdem noch die
Zirbelkiefer hinzu. Ueberall sind auch
Birke und Espe in genügender Zahl ver:
treten.
Neben den besonders starken, zu Schnitt:
holz verwendbaren Bäumen sind ungeheure
Mengen Fichtenholz vorhanden, das sich zur
Gewinnung von Zellstoff ganz besonders
aignet.
Einige der ausgebotenen Konzessionen
könnten Kombinationscharakter erhalten,
indem dem Konzessionär neben der Ver-
wertung der Waldungen auch das Recht zur
Ausbeute von Bodenschätzen (z. B. im Bez
zirk Uchtinsk und im Bezirk Priuraljsk am
Fluß Petschora), zum Bau von Eisenbahnen,
Wasserwegen, Schleusen usw. erteilt werden
könnte. Dabei müßte in der am Fluß Ssu-
chona (Nr. 12) gelegenen konzessionierten
Wirtschaftseinheit die Erteilung der Kon:
zession zur Ausbeute der Wäldereien für
den Konzessionsinhaber mit der Verpflich-
:ung verbunden sein, auf dem Fluß Ssu-
zhona Schleusen zu bauen. Die nachfol-
gende Tabelle enthält für die einzelnen
Wirtschaftseinheiten Angaben über den un:
gefähren Umfang der verwertbaren Wald:

flächen. Diese Angaben sind nur ungefähre
ınd können für jede Konzessionseinheit
späterhin genau festgestellt werden.
Verzeichnis der Konzessions: und Wirt:
schaftseinheiten im Norden.

nn
4
7

Bezeichnung der
Forstwirtschaft

Gouvernement |

Verwertbar. Walde
areal in tausend
Deßjatinen

{andalakskoje . ..

Imbskoje . ... 4

Towdskoje . . .

isumskoje . .. +.
Colgatschinskoje .
Zuloiskoje. . . . +
Solotitzkoje . . .
Ddetschorskoje

&lt;längs dem Fluß Im) .

shemskoje (längs den

„Flüssen Ishma und Uchta)
3sidorowskoje . .
omosinskoje . .. "r
Moschinskoje . .. Wologda
Lepschinskoje . . .ı ;
‚ereshno-Dubrowskoje. Olonez
Werchotojemskoje . “
Zawrilowskoje . . . ıSsewero«Dwinsk'
‘Zorkowskoje . ..

Idorskoje . . ...
Wasdchskoje . +...
Istjanskoje . ... 1Ssewero=Dwinsk'
hangalskoje . ..
’etschorskoje (längs dem

Suß Weliki-schtschugor)

(Pedtscherje und Ilytsch)
3syssoljskoje . . +.
Njuksjanskoje . .

(längs dem FlußSsuchona)
3Zogojawlenskoje . .
3simonowskoje . . .
Tschussowskoje . .

Weliko = Petschorskoje

Kaiskoje ... +.
Kamskoje .......

Archangelsk

va

609|
936
618
410
ca. 500
‚1323
412

2163
910
1735
1458
ca. 700|
„920
2.910
400
170

2530
570
294
400
400)

1094
1700

500

ca. 2471

1200
480
„900
„1000
ca, 18711

Bezüglich einiger dieser Konzessionen

verden gegenwärtig Verhandlungen geführt

iber den Abschluß von Verträgen mit Groß:

‘irmen eines der größten kapitalistischen

‚änder. Die Verträge sind im Vorentwurf
sereits fertiggestellt.
Ill. Montan-Konzessionen in Sibirien.
il. Das Steinkohlenbecken Kusnetzk
steht fraglos an erster Stelle sowohl hinsicht:
lich der Menge und Qualität der Kohle,
deren Ausbeute auf dem Wege der Konzes-
siecnserteilung gestattet werden kann. als

iuch der großen Aussichten wegen, die sich
n Verbindung hiermit der Entwicklung der
Industrie in Westsibirien eröffnen.

Die gewaltige Mulde (deren Fläche un-
zsefähr 20000 QOuadratwerst beträgt) wird
        <pb n="12" />
        in ihrem südlichen Teile von dem schiff;
baren Fluß Tomja und seinen Nebenflüssen
durchschnitten und umfaßt sechs Flözzüge,
Die gesamte Mächtigkeit der Kohlenflöze
erreicht 45,5 Faden bei einer allgemeinen
Mächtigkeit der kohlenführenden Ablagerun:
gen von etwa 3,500 Faden. Der Koeffizient
der Kohlenführung beträgt somit für das
Kusnetzker Becken 1,3 Prozent, d. h. das
zehnfache des entsprechenden Koeffizienten
für das Donezbecken. Für einzelne Flöz-
züge erhöht sich der Prozentsatz der Koh:
lenführung bis zu 1,8 Prozent und er:
reicht in Kemerowsk sogar 16 Prozent.

Nach den letzten Vorarbeiten belaufen
sich die Gesamtvorräte an Förderkohle im
Kusnetzker Becken auf etwa 150 Milliarden
Pud; sie bilden die Hälfte der gegenwärs»
tigen Vorräte der Russischen Sozialistischen
Föderativen Sowjet-Republik und übersteis
gen um 50 Prozent die Vorräte Englands.

Die Hochwertigkeit der Kusnetzker
Kohle (der Schwefelgehalt erreicht selten
die Höhe von 0,5 Proz., der Prozentsatz des
Aschegehalts ist unbedeutend und beträgt
beispielsweise auf dem Bergwerk Koljtschu-
ginsk 2,5—6 Proz.) sichert ihren Absatz
und den steigenden Verbrauch mit der zu:
nehmenden Entwicklung des Transport:
wesens und der Industrie in Sibirien.

Die Verkokungsfähigeit der Kohle ein:
zelner Schichten, hauptsächlich der Flöz-
gruppe Kemerowsk ermöglicht es, an die
Frage eines Ausbaues der Produktion von
metallurgischem Koks im —Kusnetzker
Becken und seiner Ausfuhr nach dem
Ural heranzutreten, wodurch neue Entwick:
lungsbedingungen für die metallurgische
Industrie im Ural geschaffen werden kön:
nen. Die Unmöglichkeit, die Aufmerksam:
keit und Energie vollständig auf den Plan
eines wirtschaftlichen Zusammenschlusses
des Ural mit dem Kusnetzker Becken zu
konzentrieren, sowie der Mangel an Aus:
rüstungsgegenständen verzögern die Ver:
wirklichung dieses Projekts.

Der Bau vollspuriger Zufuhrbahnen, zu:
nächst von der Station Jurga bis zu den
Bergwerken Koljtschugino und Kemerowo
und in letzter Zeit bis zu Prokopjew, eröff-
net neue Möglichkeiten für eine verstärkte
Ausbeute der Kohle im südlichen Teile des
Kusnetzker Beckens. Die Regelung der
Schiffahrt längs dem Fluß Tomj und der
Bau einiger neuer Eisenbahnzweige werden
die Arbeiten in so wertvollen Bezirken wie
dem Jerunokowski-Bezirk (längs dem Fluß
Tomj) — 50 Werst von der Stadt Kusnetzk

;ntfernt — mit 7 im Abbau befindlichen
7özen und dem Afoninski-Bezirk mit 9 im
\bbau befindlichen Flözen von 3—4 Faden
Mächtigkeit usw. beleben.
Die Entwicklung des südlichen Teils
les Kusnetzker Beckens setzte erst 1914
zn, Die im nördlichen Teile des Beckens
jelegenen Gruben Ansherka und Ssud:
;henka lieferten 1914 26 bezw. 23 Millionen
7ud, wogegen die Gruben Koljtschugino
ınd Kemerowo zusammen nur 3 Millionen
&gt;ud hergaben, 1918 betrug jedoch die Aus-
yeute der südlichen Gruben bereits 12 Mil-
ionen Pud bei ungefähr dem gleichen Um:
ang der Arbeiten wie 1914 auf den Gru:
»jgn Anshera und Ssudshenka. Der euro:
»äische Krieg führte zu einer Stockung in
ler Entwicklung des Kusnetzker Beckens,
la 12 Millionen Pud Jahresausbeute das
?rogramm für 1916 bildete, während für 1918
lie Gewinnung von 40 Millionen Pud
Steinkohle und die Erzeugung von 10 Millio-
ıen Pud Koks vorgesehen waren.

Die Heranziehung materieller Hilfs:
‚uellen von außerhalb wird es möglich
nachen, den hemmenden Einfluß des
&lt;rieges und des Zerfalls zu überwinden und
lie Kohlengewinnung in vollem Umfange
ıufzunehmen. Flöze von großer Mächtig-
zeit, die in ganz geringer Tiefe lagern und
;um Teil für den Tagebau geeignet sind
so z. B. erfolgt gegenwärtig bereits beim
)orfe Prokopjew die Kohlengewinnung im
"agebau auf einem Flöz von 7 Faden Mäch:
igkeit), gewährleisten eine rasche Entwick:
ung der Arbeiten und die Tilgung der für
lie Ausrüstung und die Mechanisierung der
3etriebsarbeiten angelegten Werte.
2. Die Erzlagerstätten Teljbesk, 80 Werst
jüdlich von der Stadt Kusnetzk gelegen und
jegenwärtig mit den bedeutendsten Gru-
»)jen des Kusnetzker Beckens (Koljtschugino,
7&gt;rokopjewo u. a. m.) durch eine Vollbahn
‚erbunden, deren südliche Strecke sich im
jommer 1920 noch im Bau befand, ermög:
ichten es, im Kusnetzker Becken ein be:
leutendes Zentrum der Hüttenindustrie zu
chaffen.

Das Becken am Flusse Teljbes umfaßt
ıeun verschiedene Lagerstätten, von denen
ıur drei mehr oder minder genau erforscht
ind. Durch die letzten in diesem Bezirk
‚orgenommenen Arbeiten wurde festgestellt,
jaß die tatsächlichen Erzvorräte 650 Millios
ıen Pud betragen und die geschätzten
iüich auf mehr als 900 Millionen Pud be:
aufen. Es handelt sich um hochwertige
        <pb n="13" />
        Erze mit einem Eisengehalt von ca. 60 bis
93 Proz. In der umfangreichsten Lager-
stätte beträgt die festgestellte größte Tiefe
der Erzlagerungen nur 30 Faden unterhalb
der Erdoberfläche.

Die verhältnismäßig leichte Ausbeute
dieser Erzlagerstätten, ihre Hochwertigkeit,
die Nähe der Lager von verkokungsfähiger
Kohle — das alles zusammengenommen
veranlaßte seinerzeit die Kusnetzker Berg:
werks  Aktiengesellschaft, die Errichtung
sines großen Hüttenwerkes, das 1920 laut
Programm 30 Millionen Pud Roheisen lie:
fern sollte, für zweckmäßig zu erklären. Es
bestand die Absicht, die nötigen Einrichtunz
gen aus dem Auslande zu beziehen.

Diese Aufgabe geht gegenwärtig ihrer
Lösung entgegen. Der Bau des Werkes
wird jedoch ohne die Hilfe von außerhalb
stark verzögert, wodurch die Entwicklung
der Industrie in Westsibirien und die Bez
lebung des ganzen überaus reichen Gebietes
und der benachbarten Gaue gehemmt wer-
den, in denen die produktiven Kräfte und die
Naturschätze noch nicht entfernt zur Ent:
Faltung gelangt sind. Die rasche Verwirks
lichung der Errichtung eines Hüttenwerkes
von großer Leistungsfähigkeit und eine
gleichzeitige Steigerung der Kohlengewins
nungsarbeiten im südlichen Teile des Kus-
netzker Beckens bilden die notwendige Vor:
bedingung für die Entfaltung der produk-
tiven Kräfte in Sibirien.

3. Die vom Fluß Irtysch 100 Werst ent:
fernten, mit diesem letzteren durch eine
Eisenbahn verbundenen Steinkohlenlager
Ekibastus bilden gleichfalls eines der wich:
tigsten Konzessionsobiekte.,

Die Ekibastusker Mulde umfaßt eine
Fläche von rund 70 Quadratwerst und ent:
hält mehrere Kohlenflöze. Von diesen wur:
den vier abgebaut. Die dort lagernden Vor:
:äte sind bis zu einer Tiefe der Mulde von
200—1000 Faden auf ungefähr 35 Milliarden
Pud zu schätzen.
Die Ekibastusker Kohle ist eine kuchen
bildende Kohle. Diese Lagerstätte ist das:
ner besonders wertvoll, da früher, solange
nur der Verkehr längs dem Flusse Irtysch
bestand, Koks nach Omsk, nach Ssemipala-
tinsk und sogar nach dem Ural befördert
werden mußte.

Der Absatz der Kohle, von der 1916 be:
reits rund 4 Millionen Pud gewonnen wurz-
den, und des Koks, auf den 1916 6 Proz. der
Ausbeute entfielen, kann auch dann als ge:
sichert gelten. wenn die Leistungsfähigkeit

der Gruben infolge einer Mechanisierung
ler Kohlengewinnung und einer Vervoll;
&lt;ommnung der Einrichtungen auf ein Viel:
'aches gegenüber 1916 gesteigert werden
sollte.

Der Verbrauch des gewonnenen Brenn:
stoffs am Ort und die Erzeugung eines
wertvollen Metalls als Endprodukt, setzt
3äne Verbindung zwischen Ekibastus und
len Zinkerzlagerstätten voraus.

4. Die am Irtysch gelegenen Lagerstätten
Ridderow sind am günstigsten gelegen ans
zesichts der verhältnismäßig leichten Ver:
»jändung mit Ekibastus längs dem breiten,
‘chiffbaren Fluß.

Durch die 1916 angestellten Unter:
suchungen wurde das Vorhandensein von
50 Millionen Pud Zinkerz festgestellt. Der
Zinkgehalt erreicht eine Höhe bis zu
I5 Proz.; außerdem entfallen auf 100 Pud
irz 8 Proz. Blei, bis zu 1 Proz. Kupfer,
7 Solotnik Gold und 59 Solotnik Silber.

Eine Entwicklung des Abbaus der
Ridderower Erze sowie der benachbarten
‚agerstätten. Syrjanow und Smeinogorsk,
leren Erze ungefähr die gleichen Qualitä:
en haben, sowie ihr wirtschaftlicher Zu:
;jaammenhang mit Ekibastus gewährleisten
»ine Entwicklung der Industrie in diesem
zanzen Gebiet, eine Belebung der For:
schungsarbeiten auf der Suche nach neuen
ınd nutzbaren Fossilien,

5. Die im Becken des Jenissei gelegenen
Fisenerzlagerstätten Irbin und Abakanow,
lie Magneteisenerz enthalten und noch
wenig erforscht sind, können bei der Schaf-
‘ung und dem Ausbau der Hüttenproduk-
:jon als Grundlage dienen, was wiederum
zu einer Zutageförderung und Ausbeute der
jewaltigen Naturschätze in diesem Gebiet
tühren muß.

Die vermutlichen und möglichen Vor:
räte der Lagerstätte Irbin belaufen sich auf
‚und 8 Millionen tons Erz mit einem Eisen:
jehalt bis zu 65 Proz. Die Vorräte der
Lagerstätte Abakanow wurden seinerzeit
ıuf 90 Millionen Pud geschätzt. Eingehen:
lere Untersuchungenn werden zweifellos
zirößere tatsächlich erforschte und ge:
‚schätzte Vorräte ergeben.

Die Einschmelzung der Irbinerze kann
auf Holzkohle, die der Abakanowerze auf
Koks aus den Kaljaginschen Kohlenlagern
arfolgen, die am linken Ufer des Jenissei
I2._ Werst von der im Bau befindlichen
Zisenbahn Atschinsk—Minussinsk gelegen
sind.
        <pb n="14" />
        Die letzten ausgeführten Forschungs:
arbeiten gestatten noch keine mehr oder
minder genaue Feststellung der Kohlenvor-
räte. Man kann jedoch behaupten, daß sie
sich auf Milliarden Pud belaufen.

Die Lagergänge und die Kohlenflöze
von großer Mächtigkeit gewährleisten unter
allgemein günstigen wirtschaftlichen Ver:
hältnissen — bei Ausbau des Eisenbahn:
netzes und wachsendem Verbrauch von
mineralischen Brennstoffen durch die Ört-
liche Industrie — eine rasche Entwicklung
der Kaljaginschen Kohlenlager.

6. Die Kohlenreviere Isych und Tscher-
nogorsk, von denen das erste am Flusse
Abakan und das zweite am Jenissei,
25 Werst von der Stadt Minussinsk entfernt,
gelegen ist, müssen mit Fertigstellung der
im Bau befindlichen Eisenbahn zu einer
raschen Entwicklung gelangen.

Die Lagerstätte Isych besitzt bis zu
12 in Abbau befindliche Flöze von 1% bis
4 Arschin Mächtigkeit. Die Vorräte betra-
gen bis zu einer Tiefe von nur 100 Faden
3 Milliarden Pud.

Eingehendere Nachforschungen werden
neue Kohlenvorräte auffinden.

Die Tschernogorsker Gruben besitzen
zleichfalls mehrere liegende Flöze von
sroßer Mächtigeit. Die Vorräte sind nicht
zjenau festgestellt; sie betragen jedenfalls
Milliarden Pud. Der gegenwärtig betriebene
\bbau ist sehr unbedeutend. 1917 wurden
?&gt;5 Millionen Pud gewonnen, was in der
;chwachen Entwicklung der Industrie in
liesem Gebiet seine Erklärung findet.

Der Mangel an Betriebsmaterial für alle
liese vom Standpunkte der Industrie inter:
3ssanten nutzbaren Erzlagerstätten, sowie
lie gewaltige Menge noch wenig erforschter
‚agerstätten, wie z. B. die nach der Eisen:
jahn Ssemipalatinsk—Akmolinsk—Kustanai
tinneigenden Steinkohlenlager, die Graphit-
ager im Turuchansker Gebiet usw. ver:
ınlassen die Sowjetmacht, die erforder:
ichen Kräfte und materiellen Hilfskräfte
ron außerhalb heranzuziehen, um unter Ge:
vährleistung bestimmter wirtschaftlicher
Vorteile für die Konzessionäre eine mög-
ichst rasche Entfaltung und Entwicklung
ler produktiven Kräfte dieses so reichen
Landes, das in der Lage ist, die gesamte
Weltwirtschaft mit seinen Naturschätzen zu
versorgen, hervorzurufen,
Konzessionen für Verpflegung.

Die Bezirke, die für eine Konzessions:-
erteilung zur Bodenbearbeitung mittels
Dampfpflügen in Frage kommen, umfassen
die folgenden Kreise mit insgesamt 3077 123
Deßjatinen:

1. Pugatschowsk (früher Nikolajewsk)

Gouvernemennt Ssamara.

Nowousensk,

Das Areal der Uraltruppen.

Leninsk (früher Zarewsk), Gouvernes

nent Zarizyn.

Donezker Kreis des Donezer Gebietes,

F’scherkaßker Kreis des Donezer Ge-

»ietes.

&lt;reis Ssaljsk im Donezer Gebiete.

Temjuksk im Gouvernement Kubano-

Tschernomorsk.

&lt;awkask im Gouvernement Kubano-

Tschernomorsk.

Dabinsk im Gouvernement Kubano-

Tschernomorsk.

Medweshinsk im Gouvernemennt Staw-

cokolj.

Alexandrowsk im Gouvernement Staw-

ropolj.

Stawrokoljsk im Gouvernement Staw-

ropolj.

10.

Der Charakter der Erdoberfläche in
ıllen genannten Kreisen ist im allgemeinenn
ler gleiche. Die genannnten Kreise stellen
»ine ebene Fläche dar, auf der die Inbe-
'riebsetzung von Tragschlägen großer Leiz
iıtungsfähigkeit durchaus möglich und ren:
abel ist,

Gleichartig sind ferner auch die botani-
schen Verhältnisse in den in Rede stehen:
len Bezirken. In den meisten Fällen han:
lelt es sich um Steppengelände.

Auch die klimatischen Verhältnisse sind
in ihren Grundzügen in allen Kreisen die
zleichen. Das Klima ist streng kontinen:
al, harter Winter und heißer Sommer mit
‚erhältnismäßig geringen Niederschlägen
nd nicht seltener Dürre.

Wirtschaftlich sind die bezeichneten
3ezirke gekennzeichnet durch eine geringe
Dichtigkeit der Bevölkerung, eine überaus
schwache Entwicklung des Stadtlebens und
las Vorherrschen der Landwirtschaft.

In bezug auf die Bodenverhältnisse sind
wesentliche Verschiedenheiten zu konstatie:
;‚en. In der überwiegenden Mehrheit der
Kreise begegnet man vornehmlich einer
lickschichtigen Schwarzerde. Im allge:
        <pb n="15" />
        meinen können diese Kreise wie folgt ge:
kennzeichnet werden:

1. Der Kreis Pugatschowsk stellt einen
verhältnismäßig einheitlichen Kreis dar, ob-
gleich auch dort verschiedener Boden anzu-
treffen ist. Mit Lehm untermischte Schwarz:
erde herrscht bei weitem vor. Der nördliche
Teil‘ des Kreises weist ausschließlich
Schwarzerde auf.

2. Der Kreis Nowousensk weist eine
größere Verschiedenartigkeit auf. Man be:
gegnet dort vier Grundarten der Bodenbe-
schaffung:

Schokoladenfarbener Schwarzerde;

Kastanienfarbenem Lehmboden;

Hellbraunem und kastanienfarbenem
sandigem Lehmboden;
Hellbraunem Lehmboden (im Süden).

E
3. Das Areal der Uraltruppen. Der
Boden weist eine größere Gileichartigkeit
auf. Es ist hellbrauner Lehmboden, stellen:
weise mit kleinen Steinen untermischt. Die
Lagerstätten sind alt und nur zu geringem
Teil abgebaut.

4, Kreis Leninsk (früher Zarewsk). Ka:
stanienbrauner Lehmboden erscheint hier
nur an einzelnen Stellen eingesprengelt;
überwiegend begegnet man hier hellbraunem
Lehmboden.

5. Donezker Kreis des Donezer Ge:
bietes; unterscheidet sich scharf durch die
Qualität des Bodens, der ausschließlich von
Schwarzerde gebildet wird: mit Lehm unter:
mischte Schwarzerde im Nordwesten und
kastanienfarbene Schwarzerde im Südosten.
6. Der Tscherkaßker Kreis des Donezer
Gebietes ist ähnlich dem Donezker Kreis.
Auch in ihm herrscht im Norden mit Lehm
vermischte Schwarzerde und im Süden ka:
stanienfarbene Schwarzerde vor.

7. Der erste Donkreis stellt eine Misch:
ung von 4 Bodenarten dar. Im Süden und
Norden herrischt die schokoladenfarbene
Schwarzerde vor, die durchschnitten wird
durch vom Westen nach Osten ziehenden
kastanienbarbenen Lehmboden, hellbraunen
und kastanienfarbenen sandigen Lehmboden
und alluvialem Boden.

8. Der Kreis Ssaljsk weist im Zentrum
schokoladenfarbene Schwarzerde auf, die in
den Randgebieten (Süden, Westen und Nor-
den) in kastanienfarbenen Lehmboden über-
geht.

9. Der Kreis Temjuksk stellt ein ziem:
lich buntscheckiges Bild dar. Hier wechseln
die folgenden Bodenarten miteinander ab:

Hellbrauner und _kastanienfarbener,
sandiger Lehmboden;
kastanienfarbener Lehmboden;
hellbrauner Lehmboden;
Alluvialboden;

mit Sand vermischte Schwarzerde.

10. bis 12. Die Kreise Kawskask, Da:
»insk, Medweshinsk; weisen ausschließlich
&lt;astanienfarbenen Lehmboden und schoko-
adenfarbene Schwarzerde auf.

13. bis 14. Die Kreise Alexandrowsk
ınd Stawrokoljsk haben Aehnlichkeit mit
len Vorgenannten, man begegnet jedoch im
Süden auch mit Lehm untermischter
Schwarzerde.

Die Wirtschaftssysteme haben überall
len Charakter von Körnerwirtschaften, wo:
ei der Anbau von Brotgetreide vorherrscht.

Die vorherrschende Getreideart ist der
5ommerweizen; er nimmt 50 Prozent der
jaatfläche in allen Kreisen mit Ausnahme
les nördlichen Kaukasus ein, wo der Weiz
zenanbau wesentlich geringer ist, und in den
3Zezirken UstjzMedwedezk zirka 25 Prozent,
&lt;Cawkask zirka 10 Prozent, Temjuksk zirka
5 Prozent beträgt.

Ziemlich bedeutend ist der Anbau von
Gerste, Er beträgt im Bezirk:

Tscherkaßk zirka 30 Proz. der Saatfläche;
P"emrjuksk „ 30 „

Cawkask „20 »

5saljsk „„ DO m &amp;

n den übrigen weniger als 10 Prozent der
jaatfläche. Der Anbau von Hackfrüchten
st ganz unbedeutend.

In den Abteilungen Kawkask und La:
»jinsk werden bis zu 50 Prozent der Fläche
‘:ür Saatgutspelze eingeräumt.

Der Ernteertrag hängt nahezu ausschließ-
ich von der Menge der Niederschläge, so-
nit vom System der Bodenbearbeitung im
Aderbst, Winter (Erhaltung des Schnees auf
ien Feldern) und Frühjahr ab.

Eine besonders intensive Arbeit der
nenschlichen Kraft ist während der Ernte:
‚eit, der Zugtiere während der Bodenbestel:-
ung im Herbst zu beobachten.

Im Kreise Pugatschowsk besitzen wir
nindestens 390 000 Deßjatinen Ackerboden.,

Eine genügende Menge toten Inventars,
Mühlen, einige Bauten sind vorhanden.

Noch bedeutender sind die Vorräte an
3oden im Kreise Nowousensk. Wir zählen
ıer bis zu 500000 Deßjatinen geeigneten
Zodens, der aus dem Fonds des früheren
)rivaten Besitzes stammt und zusammen
‚ängende Massive bildet. In den Sowiet:
        <pb n="16" />
        wirtschaften des Uraler Gebietes finden
sich mindestens 500000 Deßijatinen unbe
nutzter Brachfelder.

Im Kreise Nikolajewsk des Gouverne-
ments Zarizyn beträgt die Fläche des freien
bestellbaren Bodens zirka 250 000 Deßjatinen.
Im Gebiete des Donheeres und den Gou:
vernements des nördlichen Kaukasus be:
sitzen wir im Kreise:
Deßjatinen

Tscherkask . . . 13VWirtschaft., Gesamtfläche 51 089
Ssaljsk . .. . .101 ” ” 771 600
Im ersten Donkreis 17 ” ”. 14384
Donez ..... 14 „” „” 35 100
Insgesamt Deßiatinen 872 173
Im Gouvernement Stawropolj und dem
Kubangebiet verfügen wir über einen staat;
lichen Bodenfonds von folgendem Umfang:

Deßjatinen

[m Kreise Medwedezk, Gouvernem. Stawropolj 25 000
„ Stawropolsk, ” ” 90 000
„m Alexandrowsk . ... 2... «+ « 50000
„/Kubangebiet . ..... 0... . bis zu 400 000
Insgesamt Deßjatinen 565 000

7A

Die Verhältnisse liegen, wie bereits ge-
sagt, in diesem ganzen Gebiet für die Vers
wendung von Dampfpflügen außergewöhn:
ich günstig.

Hier finden sich große Ackerflächen,
3rennstoff ist in der Nähe und so leistungs-
’ähige Fabriken landwirtschaftlicher Maschi-
ıen, wie das Aksai-Werk, sind vorhanden.

Somit sind im Südosten der Russischen
Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik
3077 123 Deßjatinen Bodenfläche vorhanden,
lie Konzessionären überlassen werden kann.

Dekret des Rates der Volkskommissare über Konzessionen.

Vor mehr als einem Jahre hat der Rat
der Volkskommissare die Frage einer Heran-
ziehung technischer Kräfte und materieller
Mittel aus industriell entwickelten Staaten
aufgeworfen, sowohl zum Zwecke einer
Wiederherstellung Rußlands — einer der
wichtigsten Rohstoffquellen für die ganze
Weltwirtschaft, als auch zum Zwecke einer
Entwicklung ihrer durch den Weltkrieg
unterbundenen produktiven Kräfte.

Ungeachtet der Notwendigkeit, im
Laufe von drei Jahren einen bewaffneten
Kampf mit ihren Gegnern zu führen, hat die
Sowjet-Republik im Verlauf dieser Zeit mit
eigenen Mitteln bedeutende Resultate im
Wiederaufbau der zerstörten Volkswirt:
schaft erzielt. Aber dieser Prozeß der
Wiederherstellung der produktiven Kräfte
Rußlands und damit auch der gesamten
Weltwirtschaft kann um ein Vielfaches ge-
steigert werden durch Heranziehung auslän-
discher, staatlicher, kommunaler Institutio-
nen, privater Unternehmungen, der Aktien»
gesellschaften, Genossenschaften und Arbei-
terorganisationen anderer Staaten zum
Zwecke der Ausbeutung und Verarbeitung
der Naturreichtümer Rußlands. Allgemeiner
Mangel an Rohstoffen und Ueberfluß an
[reien Kapitalien in einigen europäischen
Ländern, besonders aber in den Vereinigten
Staaten Nordamerikas, veranlaßte auslän:
dische Kapitalisten zu wiederholten konkre:

‚en Vorschlägen an die Sowjet-Republik
iber die Verwendung des ausländischen
&lt;apitals zur Verwertung der natürlichen
Zeichtümer in umfangreichen Gebieten der
R.S.F.S.R.

Gegenwärtig verfügt die Sowjet-Regie-
ung über eine ganze Reihe konkreter Vor-
schläge für die Erteilung von Konzessionen,
sowohl zur Ausbeute der Wald- und Boden-
'‚eichtümer Rußlands (dahin gehören z. B.
\ngebote freien Ackerlandes), als auch für
lie Organisation einzelner industrieller
Jnternehmungen.

Zum Zweck der weitgehendsten Anord-
jung dieses Mittels zur Wiederherstellung
ınd Kräftigung der produktiven Kräfte der
Zepublik und der gesamten Weltwirtschaft,
ıat der Rat der Volkskommissare be-
ichlossen, folgende allgemeinen Ökono-
nischen und juristischen Bedingungen für
lie Konzessionen und eine Uebersicht der
)bjekte der Konzessionen zu veröffent-
‘chen; diese Konzessionen können an
;olide, vertrauenerweckende industrielle Ge:
sellschaften und Organisationen erteilt
werden:

1. Der Konzessionär erhält eine vertrag:
ich zu bestimmende Vergütung durch einen
Teil des Produktes mit dem Ausfuhrrecht
ins Ausland.

2. Im Falle der Anwendung besonderer
-echnischer Vervollkommnungen im großen
        <pb n="17" />
        Maßstabe, können dem Konzessionär Han-
delsvorrechte erteilt werden (Bau von Ma:
schinen, Spezialverträge auf große Bestel-
lungen usw.).

3. Im Verhältnis zu den Bedingungen
und zum Charakter der Konzessionen wird
längere Konzessionsdauer gewährt, die vol-
ien Ersatz für eingelegte technische Mittel
und das Risiko sichert.

4. Die Regierung der R.,S.F.S.R. garan:
tiert, daß das im Unternehmertum in
vestierte Eigentum des Konzessionärs weder
nationalisiert, noch konfisziert, noch requi:
riert werden wird.

5. Der Konzessionär erhält das Recht,
für seine Unternehmungen Arbeiter und Anz
gestellte auf dem Territorium der R.S. F.S.R.
anzuwerben, jedoch unter Einhaltung der Ar:
beitsgesetze oder eines besonderen Ver:

Masrer &amp; Dimmick, Benin S 0.16

ı'rages, der ihnen bestimmte, gesundheit: und
'ebenschützende Arbeitsbedingungen garan:
tiert.

6. Die Regierung der R.S, F.S.R, garan:
:jert den Konzessionären die Unzulässigkeit
ziner einseitigen Aenderung des Konzessions:
vertrages durch irgendwelche Verfügungen
oder Dekrete der Regierung.

Versitzender des Rates der Volkskommissarc
gez.: W, Uljanow (Lenin).
Geschäftsleiter des Rates der Volks:
kommissarc
gez.: W. Bontsch-Brujewitsch.
Sekretär des Rates der Volkskommissare
gez.: L. Fotiew.
Moskau, Kreml, 23. November 1920.

x
        <pb n="18" />
        <pb n="19" />
        Karte der Verpflegungs-und Waldkonzessionen im Europäischen Rußland.

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Waßsta*
-* 12,500.00C
Jeutsche geogr. M-"
La zn 4 3

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cAreibgehnauch in. a
ham
du | v4 7
wer) —
ELLE mt Ba

1-14.
NildkRkonzesstionen.

+ Zw.
’erpf LequngsSkonzesSSÜTEN.

-+Ahner u Onyuck v Dietrich Reimer ( Ernst Vahsen) Rerlin SW AR Wilhalmetr
        <pb n="20" />
        <pb n="21" />
        Karte der Waldkonzessionen
in Westsibirien mit einer Kombination der Eisenbahnstrecken.

Tiche Länge von Paris-
100

Sata
2
© 823
F

N

Geplante Eisenbahnlinien:
nf 1 Strecke Indigo — Akmolinsk mit einer Zweigbahn nacb Beresow.
&gt;” 2. 2, Strecke Nadeshdinski Sawöd (Fabrik) —Medynka mit einer Zweig-
bahn nach Obdorsk.
3.3 Die „grosse Nordbahn‘“ des Malers Borissow.
)_ 4 4. Die Bahn Obj—Weisses Meer.

Grenze der Tundren.

Grenze der grossen Waldungen.
arenzen des Gebietes für zu
ırteilende Waldkonzessionen.

Maßstab 1: 24,000,000.

Waldflächen:
I. Försterei Ssamarowskoje.
L ” Demjanskoje.
IM. ” Pelymskoje.
IV. Förstereien Pitschinskoje und Tawriskoje.
V. Die Wälder im Narym-Gebiet.
Vi. Die Wälder am Flusse Tas.

Lithogr.u. Druck v. Dietrich Reimer ( Ernst Vohsen) Berlin $%. 48. Wilhe
        <pb n="22" />
        <pb n="23" />
        Karte der Montankonzessionen.

&amp;
Siche Länge von Paris-

+ 3
&gt;
schatek
k429
zka23
Pl
FE
&gt;
$

S

a
u.
no 376

Objekte der Montankonzessionen. (Erläuterungen zu der Karte.)

Schaffung eines Hüttenwerkes für eine Jahresproduktion von 40-30. Millionen
Pud Roheisen auf Grund der einzelnen Bezirke:
a) Eisenerzlagerstätten Teijbes (Blau )).
b&gt; Steinkohlenlagerstätten des Kusnetzker Beckens (Blau 1).
Kombinierte Montanindustrie-Wirtschaft auf Grund der einzelnen Bezirke:
a) Lagerstätten von polymetallischen Erzen: 1) Ridderow, 2) Syrjansk,
5meinogorsk (Blau il).
b) Steinkohlenlagerstätten Ekibastus (Blau Ill).
HU. do. auf Grund der Eisen- und Kupfererzlagerstätten:
I) Forst irbinsk (Blau IV), 2) Lagerstätten Abakan (Blau V).

IV, Ausbeute der Steinkohlenlagerstätten im Flussbecken Abakan:. . A. der Eisenbahn Atschinsk-—Minussinsk (Rot ill).
I) Isychsk, 2) Tschernogorsk, 3) Kaljaginsk (Blau VI). B. der Kirgisensteppen (Rot IV).

J/. 10. Steinkohlenlagerstätten Dudinsk-Nuriljsk. C. des Forstes Irbinsk (Rot V).

A irforschungsarbeiten mit der Berechtigung zur Ausbeute bestimmter Teile des 4) Wolfram- und Zinnlagerstätten in den Bezirken:
’ntdeckten nach den für solche Konzessionen allgemein g6ltenden Grundsätzen. A.. des Flussbeckens Onon in Transbaikalien (Rot VD).
iteinkohlen- und Graphitlagerstätten im Becken der Unteren und Mittleren 3. des Bergrückens Kaljbinsk in der Umgegend von Ustj-Kamenogorsk (Rot VID.
"unguska, der rechten Nebenflüsse des Jenissei (Rot I). 5) Graphitlagerstätten in den Bezirken:
iteinkohlenlagerstätten in dem sich an die südsibirische Hauptbahn auf der A. Turuchansk (Kureika).
strecke Ssemipalatinsk— Akmolinsk— Kustanai anlehnenden Gebiet (Rot 1. B. Aliberowsk.

) Lagerstätten für Kupforerze, Kies und polymetallische Erze in den Bezirken: 5) Natriumsulfatlagerstätten Karabugas (Rot Vill).

RL —

Maßstab 3: 24,000,000. »
0000 0 O0 hautsche. geographische Malen 2 ww = WW 200 Myyameter
SR WS HH

TA — 2 nn
ıithogr.u. Druck v. Dietrich Reimer (Ernst Y
        <pb n="24" />
        <pb n="25" />
        ‚Orrespondenz

Erscheint einmal monatlich im Umfange von 80 bis 150 Seiten,

Band I und II des ersten Jahrganges (1920), 1216 Seiten stark, sind

bis auf wenige Exemplare vergriffen, Jahrgang 2: Bis jetzt erschienen:
Nr. 1/2 und 3/4.

Im Verlage der Russischen Korrespondenz sind erschienen:

Correspondance diplomatique se rapportant aux relations
entre la Republique Russe et les Puissances de ’Entente.

‘ Preis Mk. 3.—
Livre Rouge, Recueil des Documents diplomatiques relatifs aux
relations enire la Russie et la Pologne 1918—1920. . Preis Mk. 5.—
Prof. M. Pokrowski: Drei Konferenzen. (Zur Vorgeschichte des
Krieges.) .000 00000000004 0 0 4 4 „+ „Preis Mk, 3,50
G. W. T-*-cherin: Zwei Jahre auswärtige Politik Sowjet-
Rußlands, 0000000000044 + » „Preis Mk, 3,50
Arthur Ransome: Sechs Wochen in Sowjet-Rußland. Vergriffen
Rittmeister von Rosenberg: Die Bildung russischer nationaler
Formationen an der baltischen Front. . .. . . . Preis Mk. 1.—
Karl Radek: Rußland und Deutschland. . . . . Preis Mk. 0,50
Isracl Zangwill: Hände weg von Rußland. . . . Preis Mk. 0,50
Sowjet-Rußland und Polen. Reden von Kamenew, Leni N,
Trotzki, Marchlewski, Sokolnikow, Radek,
Martow.. . .‚. 0...» . Preis Mk: 1,20
Kodex der Arbeit, (Aus der Gesetzgebung der Russischen So-
zialistischen Föderativen Sowjet-Republik.) . . . . Preis Mk. 2.40
Die Erteilung von Konzessionen an das ausländische Kapital.
(Mit drei Karten.) . . Preis Mk. 6—

In Komm is s i ° n: Frankes Verlag G. m. b. H., Leipzig
        <pb n="26" />
        Kleine Bibliothek der Russischen Korrespondenz

ag

A, Schlapnikow: Die russischen Gewerkschaften . . . . . . 0.50 Mk

Karl Radek: Das Programm des sozialistischen Wirtschaftsaufbaues 0.50 ,,

X Beschlüsse des IX. Kongresses der K.P.R.. ....1—

„ Trotzki: Sowjetrußland und das bürgerliche Polen... . . . 050 „

N. 11, Gredeskul: Befreite Arbeit. (Zum Problem der Arbeits-

disziplin) . 0. 0... KR RR. 050
7/10 A, Losowski: Die Gewerkschaften in Sowjetrußland . . . . . 2—
it Churchill als Verschwörer, (Golowins Memorandum an Sasanow) 0.50
12 A. Bogdanow: Was ist proletarische Dichtung? . . . . . - 050 „
13/14 N. Lenin: Erfolge und Schwierigkeiten der Sowjetmacht . . . 1.—
15/16 L. Trotzki: Die Arbeiterklasse und ihre Sowjetpolitik . . . . 1—

Die Tätigkeit des Allrussischen Metallarbeiter-Verbandes

in den Jahren 1917-1920 . . .

Die Probleme der Sowjetukraine., (Lenin: Brief an die Arbeiter

und Bauern der Ukraine. / Ch. Rakowski: Die Beziehungen

zwischen den Sowjetrepubliken. - Mich, Pawlowitsch: Die Ukraine

als Objekt der internationalen Gegenrevolution) . . . . .

N. Bucharin: Der Klassenkampf und die Revolution in Rußland

Die Verfassung (das Grundgesetz) der Russischen Sozia-

listischen Föderativen Sowjetrepublik .. ..

Drei Kundgebungen aus dem Jahre 1918. (N. Lenin: Ein

Brief an die amerikanischen Arbeiter / Ein diplomatischer Noten:

wechsel über den weißen und roten Terror / Offener Brief an

den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Herrn

Woodrow Wilson) . . .

N.Lenin an die russische Jugend. Rede auf dem 3. Allrussischen

Kongreß des Russischen Kommunistischen Jugendverbandes (Moskau,

4. Oktober 1920) + 2000000000000 0 HH .* &amp;
26 WW. Posner: Die Einheits-Arbeitsschule . . . . . . .
27/28 A, Anikst: Organisation des Arbeitsmarktes in den ersten zwei

Jahren der Sowjetherrschaft . . . . . . VL
29/30 Ch. Rakowski: Die Seele des Sieges (Zur Geschichte der Roten Armee)

G. Sinowjew: Die Sowjetmacht und der Offiziersstand. (Rede

in einer Versammlung von 3000 Militärfachleuten Petrograds und

des Petrograder Bezirks im Urizki-Palast, Oktober 1919) . . .
31/32 Karl Radek: Das dritte Jahr des Kampfes der Sowjetrepublik

gegen das Weltkapital . . . 2. 0.000000 HH HH

Karl Radek: An der Schwelle der großen Aufbauarbeit in

Sowjetrußland . . ... + 4 EUR RR. 050
34/35 N. Lenin: Die auswärtige und innere Politik Sowjetrußlands. . 1.—
36/37 J. Stepanow: Ueber ausländische Konzessionen... .... . 1—
»8 N. Lenin: Die gegenwärtige Lage Sowjetrußlands. (Rede auf dem

X. Kongreß der K.P.R.) 2 .00.00.000000000.00 0000. 050 =
39/40 Karl Radek: Die innere und äußere Lage Sowjetrußlands und

die Aufgaben der K.P.R. 2 0. 0000000000000000400007 7 i— m
41/42 N. Lenin: Das Verhältnis der Arbeiterklasse zum Bauerntum . 1,—
43 L.Kamenew: Die Sowjetrepublik in der kapitalistischen Um-

zingelung +. 2.0020 050 2

‚ 44/45 A. Rykow: Resultate der aufbauenden Tätigkeit der Sowjet-
regierung 1.—

»

r

v
°

+

Weitere Hefte in Vorbereitung.
        <pb n="27" />
        <pb n="28" />
        <pb n="29" />
        <pb n="30" />
        Zur 302585204
        <pb n="31" />
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en diese Kreise wie folgt ge:
werden:

reis Pugatschowsk stellt einen
ig einheitlichen Kreis dar, ob:
ort verschiedener Boden anzu-
t Lehm untermischte Schwarz:
bei weitem vor. Der nördliche
.reises weist ausschließlich
auf.

&lt;reis Nowousensk weist eine
chiedenartigkeit auf. Man be:
zer Grundarten der Bodenbe-

denfarbener Schwarzerde;
nfarbenem Lehmboden;

nem und kastanienfarbenem
. Lehmboden;

nem Lehmboden (im Süden).
4real der Uraltruppen. Der
eine größere Gileichartigkeit
ellbrauner Lehmboden, stellen:
inen Steinen untermischt. Die
sind alt und nur zu geringem

Leninsk (früher Zarewsk). Kaz
r Lehmboden erscheint hier
elnen Stellen eingesprengelt;
jegegnet man hier hellbraunem

ker Kreis des Donezer Ge:
cheidet sich scharf durch die
Bodens, der ausschließlich von
zebildet wird: mit Lehm unter-
arzerde im Nordwesten und
ane Schwarzerde im Südosten.
icherkaßker Kreis des Donezer
ähnlich dem Donezker Kreis.
herrscht im Norden mit Lehm
)»hwarzerde und im Süden ka:
» Schwarzerde vor.

ste Donkreis stellt eine Misch»
ıdenarten dar. Im Süden und
scht die schokoladenfarbene
vor, die durchschnitten wird
/esten nach Osten ziehenden
enen Lehmboden, hellbraunen
farbenen sandigen Lehmboden
na Boden.

reis Ssaljsk weist im Zentrum
rbene Schwarzerde auf, die in
eten (Süden, Westen und Nor-
jenfarbenen Lehmboden über-

reis Temjuksk stellt ein ziem-
kiges Bild dar. Hier wechseln
Bodenarten miteinander ab:

Hellbrauner und kastanienfarbener,
sandiger Lehmboden;

2. kastanienfarbener Lehmboden;

3. hellbrauner Lehmboden;

4. Alluvialboden;

5. mit Sand vermischte Schwarzerde.

10. bis 12. Die Kreise Kawskask, Da:
y»insk, Medweshinsk; weisen ausschließlich
xastanienfarbenen Lehmboden und schoko-
adenfarbene Schwarzerde auf.
13. bis 14. Die Kreise Alexandrowsk
ınd Stawrokoljsk haben Aehnlichkeit mit
len Vorgenannten, man begegnet jedoch im
Süden auch mit Lehm untermischter
Schwarzerde.

Die Wirtschaftssysteme haben überall
len Charakter von Körnerwirtschaften, wo-
ei der Anbau von Brotgetreide vorherrscht.

Die vorherrschende Getreideart ist der
jommerweizen; er nimmt 50 Prozent der
i\aatfläche in allen Kreisen mit Ausnahme
lies nördlichen Kaukasus ein, wo der Weiz
zenanbau wesentlich geringer ist, und in den
3ezirken Ustj-Medwedezk zirka 25 Prozent,
&lt;awkask zirka 10 Prozent, Temjuksk zirka
5 Prozent beträgt.

Ziemlich bedeutend ist der Anbau von
Gerste. Er beträgt im Bezirk:

T’scherkaßk zirka 30 Proz. der Saatfläche;
Temrjuksk „ 30 „

Cawkask „ 20 „

\saljsk „ 15, „ „

ın den übrigen weniger als 10 Prozent der
Saatfläche. Der Anbau von Hackfrüchten
st ganz unbedeutend.

In den Abteilungen Kawkask und La-
jinsk werden bis zu 50 Prozent der Fläche
‘ür Saatgutspelze eingeräumt.

Der Ernteertrag hängt nahezu ausschließ-
ich von der Menge der Niederschläge, so:
nit vom System der Bodenbearbeitung im
Terbst, Winter (Erhaltung des Schnees auf
ien Feldern) und Frühjahr ab.

Eine besonders intensive Arbeit der
nenschlichen Kraft ist während der Ernte:
zeit, der Zugtiere während der Bodenbestel-
ung im Herbst zu beobachten.

Im Kreise Pugatschowsk besitzen wir
mindestens 390 000 Deßjatinen Ackerboden.

Eine genügende Menge toten Inventars,
Mühlen, einige Bauten sind vorhanden.

Noch bedeutender sind die Vorräte an
3oden im Kreise Nowousensk. Wir zählen
1ier bis zu 500000 Deßjatinen geeigneten
3odens, der aus dem Fonds des früheren
»rivaten Besitzes stammt und zusammen
ıängende Massive bildet. In den Sowijetz
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