2359 —— waljer an die Oberfläche leiten. Die ganze Anlage it äußerft primitiv und die Gewinnung und Nugbarmadung des Grundwallers bedarf dringend der BVerbeflerung. Grokzügige Pläne [ind vor -dem Kriege von zwei ruljlijdhen Mili- täringenieuren, Unanew und Yermolajew, vorgelegt worden: erjterer beabfichtigte den MNebenfluß des AUmu-Darja Surdhan zur Bewälfe- rung des fruchtbaren Schirabadtales auszunuken, lekterer plante einen 420 km Iangen Sanal am Amu-Darja unterhalb der Afganijdhen Srenze, wodurg 520000 ha Iultivierbaren Bodens gewonnen werden fönnten, das erforderlide Kapital hoffte man in England aufzubringen. Xn legter Zeit ijt eine neue Art der Bewälfjerung bekannt geworden: das Wafjfer wird aus den tief Kegenden Flüjlen mittels einer von Maldjinen getriebenen Pumpe auf die notwendige Höhe gehoben und in die Kanäle geleitet. Die Bewälferung vermittels artejijdher Brunnen ift trogß erfolgreider Berfudhe nod) nidht in größerem Makitabe in An- ariff genommen. Viel Könnte nod) erreidht werden durch Verbefjerung ber primitiven Kanalanlagen (3. B. ijt die Anlage von Schleufen ztemlid) unbekannt) und durch organijatorijdhe Reformen. Urproduktion. Der Aderbau ift einer der Hauptproduktions- zweige der Bevölkerung, befonders feitdem die Nomaden Jih ihm gleid- falls zuwenden. Im Steppengebiet zählt man über zwei Millionen Dekiatinen, in Turkeltan über drei Millionen IandwirtjHaftlidh bee bauter Fläche. m Steppengebiet [teht an erjter Stelle der Unbau von Weizen (61% der bebauten Fläde), an zweiter Stelle der der Hirje (14%), dann erft folgt Hafer (13%) und Roggen (5%). AWukerdem wird angebaut: Gerfte, Buchweizen, Kartoffel, Mais, Linjen, Erbjen, Sladhs, Hanf, ftellenweije audy Tabak, Es hHerr{dht eine ausge[proden extenfive Mirtjdhaftsform vor: ein Düngen der Felder findet nidHt itatt, das Land wird 3—6 NYahr hintereinander erft mit Weizen und Roggen, dann, wenn der Boden ausgefogen fjt, mit Hafer und Gerfte befät. Nach einer folden 6—10 jährigen Periode der Exploitation, Kiegt der Boden 6—10 Nahre Iang brad, worauf er dann wieder in der jelben Weile in Benukgung genommen wird. Geerntet wird durch- “Onittlid) 60—70, in fruchtbaren Gegenden 150—180, mandımal [ogar 200 Bud pro Dekjatine, In TIurkeltan wird vorwiegend angebaut: Weizen (45% der be- bauten Fläde), Gerjte (10%), Hirfe 6%), Hafer (4%), Roggen (200), Baumwolle (10%), Luzerne (8%), Reis (6%), aukerdem Fladhs, Sanf, Kartoffel, Maldy (eine Bohnenart) D{hıgara, Mohn, Sonnen- blumen, 3Zuderrüben, Melonen, Kürbis, Indigo und Saflor. Der Ertrag an Weizen beträgt im Vorgebirge, wo feine KüinjtlidHe Bewälfe- tung erforderlidh it, 30—40, auf bewäljlertem Boden 75—100 Pud pro Dekjatine. Die Meiskultur [teht in Hoher Blüte, da Reis ein 17%