84 Ergebnisse der Bevölkerungsaufnahmen oder Volkszählungen in Hamburg in den Jahren 11)11 bis 1917. Die Haushaltungen und Bewohner in den einzelnen Stadtteilen 1911. Tab. 42. Stadtteile Anzahl der Haus haltungen Am 1. November 1911 anwesende Personen Zunahme oder Abnahme der Einwohnerzahl 1911 gegen 1910 Anstalten männlich weiblich überhaupt Anzahl voll hundert Altstadt-Nord 4 877 10 335 9 094 19 429 1218 5,90 „ Süd 2 245 4 676 4 177 8 853 — 253 — 2,8« Neustadt-Nord 9 925 21 450 19 154 40 604 — 810 — 7,96 „ Süd 7 609 16 245 14 065 30 310 — 592 — 1,92 •St. Georg-Nord 9 988 22 016 20 382 42 398 + 179 + 0,42 „ Süd 14 076 32 580 28 318 60 898 413 0,67 St. Pauli-Nord 9 572 20 835 18 642 39 477 — 1015 — 2,51 ,, Süd 8 075 19 201 15 411 34 612 — 257 — 0,74 Eimsbüttel 31 977 58 413 61 987 120 400 + 4 000 + 3,44 Rotherbaum 6 723 14 288 16 956 31 244 87 0,28 Harvestehude 5 783 9 572 16 139 25 711 + 547 + 2,17 Eppendorf 19 633 35 064 40 761 75 852 + 2 698 + 3,69 Winterhude 8 670 15 976 18 600 34 576 + 2 467 + 7,68 Bannbeck 25 296 50 023 50 687 100 710 + 8 201 -f 8,87 Uhlenhorst 10 112 18 765 21 390 40 155 988 2,40 Hohenfelde 7 850 13 630 17 597 31 227 — 75 — 0,24 Eilbeck 15 030 26 596 29 850 56 446 + 2 000 + 3,67 Borgfelde 8 842 16 469 17 366 33 835 366 1,07 Hamm 13 287 24 240 26 065 50 305 + 5 997 + 53 Horn 1 910 4 062 3 779 7 841 + 56 + 0,72 Billwärder Ausschlag 11533 25 178 23 087 48 265 + 1598 + 3,42 Steinwärder 299 587 607 1 194 219 15,50 Kl. Grasbrook 150 287 308 595 + 35 + 0,25 Veddel 1369 4 284 3 308 7 592 + 554 + 7,87 Stadt zusammen ohne Schiffe 234 831 464 772 477 757 942 529 + 22 039 + 2,89 Im Jahre 1910 227 513 451 845 468 645 920 490 + 35 996 + 4,07 Änderung für 1910/11 + 7 318 + 12 927 + 9 112 + 22 039 — 13 957 Schiffe im Hafen 2 790 9 380 1 170 10 550 Stadt überhaupt mit Hafen 237 621 474 152 478 927 953 079 + 22 044 + 2,87 Im Jahre 1910 230 299 461 221 469 814 931 035 + 35 231 + 3,98 Änderung für 1910/11 + 7 322 + 12 931 + 9113 + 22 044 — 13187 geringere Zahl der männlichen Personen hei der ortsanwesenden Bevölkerung zurückzuführen. In den einzelnen Stadtteilen nahm die Bevölke rungsbewegung den folgenden Verlauf: 1911. Die Entvölkerung der inneren Stadt und die Verschiebung des Schwerpunktes der Bevölke rungsmasse weiter nach den nördlichen und östlichen Stadtteilen hielt weiterhin an. Außer der inneren Stadt hatten aber die Stadtteile St. Pauli, St. Georg- Süd, Rotherbaum, Uhlenhorst, Hohenfelde, Borgfelde und Steinwärder, im ganzen also 12 Stadtteile, um 6293 Personen oder 1,66 % abgenommen. Rechnet man diese Zahl zu der Gesamtzunahme noch hinzu, so würde sich für die übrigen 12 an Einwohnerzahl größer gewordenen Stadtteile ein Wachstum um 28332 Bewohner oder 5,22 % ergeben. Diese beiden Zahlen zeigen im großen und ganzen die Weiterentwicklung der Bevölkerungsverschiebung an, die von 1909 auf 1910 in fünf Stadtteilen — 3316 oder — 2,81 % und in 19 Stadtteilen -j- 39 312 oder + 5,13 % betrug. Bei der Beurteilung der an Zahl größer gewor denen Stadtteile ist zu bemerken, daß die verhältnis mäßig große Zunahme der Veddel nur eine schein bare war. Dort wurden nämlich 1742 Auswanderer, 521 mehr als im Jahre 1910, gezählt. Läßt man diese außer Betracht, so ergibt sieh nur ein Zuwachs von 33 oder 0,57 %. Ähnlich beruhte die Zunahme von St. Georg-Nord nur auf der größeren Zahl der zufällig anwesenden Hotelgäste (etwa 1000). Wird nur die Wohnbevölkerung berücksichtigt, so war St. Georg-Nord sogar um 1,67 % zurückgegangen. 1912. Wiederum zeigten sich erhebliche Unter schiede in den Veränderungen der Volkszahl. Die allmähliche Entvölkerung der inneren Stadt war zwar noch nicht zur Ruhe gekommen, und das An wachsen der äußeren Stadtteile im Norden und im Osten dauerte fort; die Abnahme erstreckte sich aber in diesem Jahre auf nur sechs Stadtteile, und zwar Altstadt-Nord, Altstadt-Süd, Neustadt-Nord, Rotherbaum, Steinwärder und Veddel; sie betrug 2512 Personen oder 2,31 %. Die Einwohnerzahl der übrigen 18 Stadtteile hatte um 26 237 Personen oder 4,35 % zugenommen. Die Abnahme in Rotherbaum beruhte auf Abbrüchen von Wohngebäuden und der geringeren Zahl der Militärpersonen. Bei der Veddel war der große Unterschied zwischen den Ergeb nissen von 1912 und 1911 im wesentlichen auf die ungleiche Zahl der in den Auswandererhallen gerade anwesenden Auswanderer zurückzuführen, nämlich 1369 im Jahre 1912 gegen 1742 im Jahre 1911. 1913. Besonders auffällig war die Bevölkerungs abnahme in der inneren Stadt, in St. Georg-Süd und