-M — X — gegnerischen Gedanken über Tausch und Preis streitbar zu untersuchen. Dies sott nunmehr geschehen. Der Gegner sott selbst sprechen, seine entscheidenden Gedankengänge sotten ge hört, geprüft und mit den hier vertretenen Begriffen verglichen werden. So sehr sonst die aufbauende Arbeit der bloß kämpfe rischen und verneinenden vorzuziehen ist, diesmal galt es, den Gegner im eigenen Lager aufzusuchen, ihn auf seinem ureigensten Gebiet zu schlagen. Tausch -und Preis sind nach den Ergebnissen der vorliegenden Auseinandersetzung nicht die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre überhaupt, sondern lediglich der individualistischen Volkswirtschafts lehre; Tausch und Preis sind ferner nicht Begriffe, die dem Streit um Individualismus und Universalismus entrückt wären (wie die unbewußt aufklärerische Art von heute glaubt), sondern sie gerade stehen im Mittelpunkt dieses Streites, sie gerade entscheiden darüber, welche Straße die Forschung geht. Nur wenn Tausch und Preis individualistisch gefaßt werden, kann eine in ihrem theoretischen Begriffsbau rndividualistische Volkswirtschaftslehre entstehen (von „individualistisch" im Sinne einer wirtschafts- politischen Einstellung ist hier nicht die Rede), nur wenn sie universalistisch gefaßt werden, eine universalistische. Dies sind die Sätze, die in der zweiten Abhandlung verfochten werden. Sie schließt sich damit an meine Wiener Antrittsrede „Vom Geist der Volkswirtschafts lehre" (Jena 1919) an, in der ich gezeigt habe, daß es nicht eigentlich Eine Volkswirtschaftslehre, sondern deren zwei gibt, die individualistische Volkswirtschaftslehre und die univer salistische Volkswirtschaftslehre. Das wird, wie ich hoffe, hier, wo auf den Inhalt, nicht nur auf das methodologische Bild der Begriffe eingegangen wird, von der stofflichen Seite her so klar und offenbar, daß der bisherige vermittlerische und beschwichtigende Widerspruch verstummt.