12 Handlung für sich, ebensowenig ihr Bezug in einem psycho logischen oder anderen Zusammenhang, ist irgend maßgebend, ob und in welchem Sinne eine Handlung wirtschaftliche Art erlange, sondern einzig und allein die Eingliederung in die wirtschaftliche Ganzheit! Was jeder Handlung je weils vorgegeben ist, ist der überindividuelle Gliederbau der Volks- und Weltwirtschaft, was ein subjektives Handeln zum wirtschaftlichen macht, ist die Eingliederung in diesen Bau, ist die Erlangung der Gliedhaftigkeit innerhalb des selben. Damit sind wir aber zu dem wichtigsten Ergebnis ge langt: daß es die Frage des individuellen Ursprunges der wirtschaftlichen Handlungen im rein wirtschaftlichen Denk bereiche gar nicht gibt. Von wem die Handlungen persönlich herrühren, ist keine wirtschaftliche Frage, sondern eine geistige, gesellschaftliche, psychologische, technische. Ob z. B. die Hand lungen von Personen oder von Automaten herkommen, ist (außerhalb der wirtschaftlichen Eigenschaften, die da durch mitgebracht werden) keine wirtschaftliche Frage, ist im rein wirtschaftlichen (allerdings nicht im sittlichen, religiösen, geistig-gesellschaftlichen) Denkbereiche unstellbar; wie denn auch in Wirklichkeit die Maschinenarbeit und die persönliche Arbeit beide nur nach wirtschaftlichen Eigenschaften Wirtschaftsbestand teile sind — niemals nach psychologischen oder anderen Eigen schaften, die vorwirtschaftlicher, nachwirtschaftlicher, überwirt schaftlicher oder irgendwelcher anderer Art sind. Nur die Eigenschaft, einem wirtschaftlichen Ganzen eingegliedert zu sein (genauer ausgedrückt: als Mittel für Ziele einen be stimmten Rang in der Ganzheit von Mitteln einzunehmen), macht eine Handlung zum Glied, und nur diese ihre Glied haftigkeit ist auch ihre wirtschaftliche Beschaffenheit. Der individuelle Ursprung kann wirtschaftlich gar nicht zu Ende ge dacht werden, weil die wirtschaftliche Denkweise nur im sinn-