15 Wirtschafters, des Spekulanten, besteht grundsätzlich darin, die Erfordernisse der bestehenden oder der kommenden wirtschaft lichen Ganzheiten zu erforschen und danach zu handeln. Je umfassender er das Ganze überschaut, desto besser „spekuliert" er, je kurzsichtiger, desto schlechter. So ist der individuelle Ursprung der wirtschaftlichen Ele mente ebenso verschwunden wie der angeblich erst aus ihrem Zusammentreffen entstehende „freie" Verkehr, und es be stätigt sich, was wir schon früher sahen, und nun nochmals kur; zusammenfassen wollen: 1. Jede Handlung erlangt nur insofern wirtschaftliche Wirk lichkeit, als sie Glied einer wirtschaftlichen Ganzheit wird; sofern sie aber nicht Glied einer solchen werden kann, hat sie überhaupt kein wirtschaftliches Dasein. Und die Handlung des Einzelnen kann nur dadurch zur wirtschaftlichen Glied- haftigkeit gelangen, daß sie ihre Prämissen aus dem jeweils schon gegebenen Gliederbau der Wirtschaft hernimmt! (Siehe oben S. 11 ff.) 2. Der Verkehr ist nicht die Folge zusammentreffenden Handelns der Einzelnen, sondern die Form, in der wirtschaft liche Ganzheiten auf nicht im voraus genau organisiertem Wege ihre Wirklichkeit annehmen können. Der Inhalt des Handelns kommt aus dem Ganzen; er vermittelt sich aller dings nur im Einzelnen. 3. Aber auch die Tatsache, daß der Einzelne handelt, ge hört nicht ihm selber autark zu, sondern ist nur möglich durch den Gebrauch gemeinsamer Wirtschaftsmittel („Kapital höherer Ordnung", siehe oben S. 8f.), die gleichsam geburtshelferisch dabei mitwirken. 4. Eine „Verkehrswirtschaft" in dem Sinne, wie sie seit den Klassikern gedacht wird, wonach individuell entsprungene Wirtschaftshandlungen zusammenträfen, wonach mithin auf