Wirtschaft möglich" (1. Ausl., S. 157, jetzt 3. Aufl., S. 165). Die zielverbundene, auf geistiger Gleichartigkeit beruhende Wirt schaft ist völkische Wirtschaft. Volkstum und indivi dualistische Verkehrs wirtschaft, völkische Wirtschaft und freihändlerische, volkstumlos gedachte Weltwirtschaft sind daher Gegensätze. Wir sahen früher, indem wir unsere Frage rein kritisch be handelten, daß Menschen, die für sich gedacht werden, überhaupt nie an einer Ganzheit teilnehmen können und nur wirtschaft liche Robinsone sind, daher von ihnen aus nie Verkehrswirt schaft entstehen kann; so begriffen wir den vollkommen uto pischen Charakter der Verkehrswirtschaft von der negativen Seite her. Nunmehr aber, da wir das Wesen der Ganzheit selbst entwickelten, wird unsere Denkaufgabe auch von der posi tiven Seite her klar. Nur dadurch, daß der Einzelne nicht ein Individuum für sich ist, nur dadurch, daß er die Subjektivität überwindet und an geistigen wie handelnden Ganzheiten teil nimmt, ist die nicht-robinsonadische Wirtschaft möglich. I n dieser Teilnahme aber bleibt der Ein zelne nicht ein Einzelner, sondern wird er zum Gliede, hebt er sich selbst als Eige nes, Einzelnes auf und läßt die Ganzheit hervortreten, indem er die Einzelhaftig- keit vernichtet. Die individualistische Verkehrswirtschaft zeigt sich nun als wahrer Unbegriff; sie macht eine Voraussetzung (den Ein zelnen), der sie durch das stillschweigende Denken des Ver kehrs als heimlicher Ganzheit selbst widerspricht. Macht man mit jener Voraussetzung ernst, so kommt es zu gar keinem Ver kehr; macht man mit dieser heimlichen Annahme ernst, so ist die Voraussetzung fallen gelassen und die Wirtschaft in Wahr heit als Ganzheit mit ihren Gliederungen, sohin als das Gegenteil individualistischen Verkehrs, begriffen.