22 pressen. Das ist nicht nur technisch, sondern dem Wesen nach, ist innerlich unmöglich. Eine Ganzheit ist 1. niemals aus gleichen Stücken (Atomen) zusammengesetzt und 2. über haupt niemals aus Stücken zu sa mm en-gesetzt. Nicht aus gleichen Stücken, denn das Organische ist nicht homogen und das Homogene ist nicht organisch; alles Ganzheitliche muß sich immer differenzieren, d. h. es muß in verschiedene, in ungleiche Teil-Ganze auseinandergehen;—nicht aus Stücken „zusammen gesetzt, da nicht die Stücke zuerst da sind, sondern die Ganz heit, die nach ihren Erfordernissen sich in Besonderungen, den scheinbar selbständigen „Stücken", individualisiert, sich in sie aus gliedert! Das Organische besteht aus Gliedern, die notge drungen Verschiedenes sind, nicht aus einem Brei gleicher Be standstücke; nicht zusammen-gesetzt, sondern vielmehr aus- einander-gegliedert ist die echte Ganzheit. So nimmt sich die kommunistische Wirtschaft ihrem wahren Gesicht nach aus. Sie ist kein echter Universalismus, keine echte Ganzheitslehre, sondern ein wunderlicher Umweg des Atomismus, des Individualismus über einen Schein-Universa lismus zu sich selbst zurück! Versuchen wir nun umgekehrt, zu begreifen, warum vom Standpunkt der Wirtschaft als echter Ganzheit, von dem Stand punkte aus, den wir „universalistisch", im Gegensatz zu „indi vidualistisch" nennen, durchgängige Planwirtschaft nicht mög lich ist? Wenn man daran festhält, daß Wirtschaft eine Ganzheit, nicht Einzelnes noch Stückwerk ist, so könnte man von einem gewissen Standpunkte aus versucht sein, gerade so zu folgern, wie es dem Gedanken der Planwirtschaft entspricht: Gibt es nur Ganzheiten, dagegen für sich bestehende Stücke über haupt nicht, so ist jene dem Wesen der Wirtschaft angemessenste