23 und somit lebensvollste Form die, das wirtschaftliche Ganze von Anbeginn festzulegen und jedem einzelnen Mitgliede der Wirt schaftsgesellschaft seine Teilnahme an demselben genau vorzu schreiben (statt sie, wie in der „verkehrswirtschaftlichen" Or ganisationsform, der freiwilligen Eingliederung des Einzelnen zu überlassen). In dieser Planwirtschaft gäbe es dann grund sätzlich keine einzige wirtschaftliche Handlung, keine Arbeits stunde, keinen Rohstoff, keine Maschine noch anderes Erzeugungs mittel, dessen Verwendung nicht genau vorgesehen und vor geschrieben wäre. — Sehen wir von dem Einwand, den wir eben erörterten, ab, daß nämlich durch diese planmäßige Er fassung jedes einzelnen Wirtschaftsbestandteiles notwendig Konzentration und damit vollkommene Atomisierung und Ab tötung dieser Bestandteile herbeigeführt werden müßte; son dern halten wir die Unterstellung, daß es sich um echte (ge gliederte, abgestufte) Ganzheit dabei handeln könnte, einmal auftecht, so bemerken wir doch, daß diese Planwirtschaft gänz lich undurchführbar ist. Der Grund liegt hier in der inneren Lebendigkeit der Ganzheit selbst und in der inneren Vielfältigkeit des Geistigen, auf dem sie ruht. Jene starr vereinheitlichte Ganzheit „Plan wirtschaft" setzt vollkommene Gemeinsamkeit aller Ziele, alles Geistigen und Sinnlichen, dem die Wirtschaft dient, und dadurch die darauf folgende vollkommene Gemeinsam keit der Mittel voraus. Überall dort, wo jene geistige Ziel gemeinsamkeit erreicht wird, zeigt uns die Geschichte in der Tat gewisse kommunistische Wirtschaftskörper: In den Ur- christengemeinden (wenn auch nur annähernd), in strengen, auf vollkommen einheitlicher Lebensführung beruhenden Orden, Brüderschaften, und ähnlichen ganz engen Kreisen, die über dies alle auf asketischem Grundsätze ruhen, alle die Wirtschaft auf eine Nebensache herabsetzen! Die kommunistische Wirtschaft ist also als Grenzfall derWirt-