50 — von dem Begriffe des Tausches aus der des Preises sich erst ableitet, hiervon wieder jener der Verteilung, so beginne ich mit der Untersuchung des Tauschbegriffes. 1. Der Begriff -es Tausches. Wenn man nicht nur die unmittelbare äußere Erscheinung, sondern auch den Begriff des Tausches dahin faßt, daß der Pferdezüchter P mit dem Landwirt B, der Börseaner B mit dem Börseaner A tauscht, so hat man: 1. die Erscheinung in ihrer äußerlichen Form, gleichsam nach Art einer Augenblicks aufnahme, getreulich festgestellt; sie aber 2. auch dahin begriff lich ausgedeutet, daß wirklich der B selber, also selb ständig und selbstbestimmt, sozusagen selbstwüchsig, seine Hand lung vornehme (allerdings in Bezug auf den B), der B selber, selbständig und selbstbestimmt seine Handlung vornehme (aller dings in Bezug auf den A). Diese Ausdeutung zeigt sich auch schon in der Form des von der individualistischen Lehre überall verwendeten Grundbeispieles, wonach der Nomadenstamm N „zufällig" dem Nomadenstamm Pli begegnet; beide haben je ein bestimmtes Gut, z. B. der erste Salz, der zweite Eisen, in verhältnismäßigem Überfluß; beide, tauschen nun diese zufällig überschüssigen Güter aus. Die äußere Feststellung (1) jener Erscheinung nun, wonach A und B selbst tauschen, ist richtig; auch das Nomadenbeispiel ist logisch möglich; die begriffliche Ausdeutung (2) ist aber falsch und das Nomaden beispiel nur ein letzter Grenzfall, also kein Grundtypus und daher als Beispiel unbrauchbar (siehe darüber noch unten S. 58). Zuerst steht die Sache so, daß hier die Feststellung mit der Ausdeutung gleichgesetzt wird: da A und B ersichtlich und hand greiflich als Tauschparteien auftreten, wird auch schon das W e s e n des Tausches in diesen persönlichen (und den Persön-