60 fassungen bleibt, daß der Tausch im individualistischen Sinne als Angelegenheit tauschender Einzelpersonen erscheint (z. B. zweier Börseaner, die sich vielleicht gegenseitig übers Ohr hauen möchten); während er im universalistischen Sinne die Plattform der Verbindungs- und Auseinandersetzungsvorgänge der Unterganzen zum Gesamtganzen der Volkswirtschaft ist. 2. Einwände. 1. Da die herkömmliche Auffassung glaubt, weder indivi dualistisch noch universalistisch zu sein (während sie in Wirk lichkeit, wie wir gezeigt haben, rein individualistisch ist), liegt als erster Einwand gegen unsere Ausführungen dieser nahe: der Gegensatz habe überhaupt keine Gültigkeit, beide Be trachtungsweisen kämen auf dasselbe hinaus. Dies ist aber gewiß nicht richtig. „Tausch" als Zusammen setzung einzelner, je für sich selbständiger Handlungen ist himmel weit verschieden von „Tausch" als Ganzheit, deren Glieder nur jene Handlungen sind, und der Anblick der Dinge ändert sich nach beiden Standpunkten gänzlich. Volkswirtschaftlich be deutsam werden nach der universalistischen Auffassung Hand lungen nur genau so weit, als sie Glieder zu werden vermögen, als die Eingliederung in Ganzheiten, z. B. der Rohstoff- in die Veredlungserzeugung, gelingt, nur genau soweit, als ihnen Gliedlichkeit zukommt. Diese Gliedlichkeit ist nun ihre Grund eigenschaft, die Ganzheit, welche im „Tausch" jeweils erscheint, die einzig erste und reale Erscheinung. — Die individualistische Betrachtungsweise geht dagegen nicht nur umgekehrt vor (und käme dabei angeblich zum gleichen Ergebnis), sondern sie ge langt auch nie zu einer Ganzheit, nie zu Teilorganen noch zu organischer Verbindung volkswirtschaftlicher Glieder. Was durch Zusammensetzung einzelner, diskreter (getrennter, selbst wüchsiger) Stücke entsteht, ist niemals eine Ganzheit, sondern