66 Vorgang „Angebot—Nachfrage", noch aus dem „Gleichge wicht" der beiden; insbesondere geht er daher nicht aus „sub jektiven Wertschätzungen" hervor, er ist nicht ihr „Ergebnis", wie Menger und seine Schule will'); vielmehr sind, gerade ent gegengesetzt, die subjektiven Schatzungen der Wirtschafter erst die Erponenten, die Ausdrücke des objektiven Gliederbaues der Wirtschaft. Unsere Auffassung des Preises als Anzeiger organischer Gliederung und in diesem Sinne als organisch erPreis ist allerdings noch keine vollständige Preistheorie; aber sie gibt den Rahmen an, in dem sich die universalistischen Preiserklärungen zu bewegen haben. Die besondere Preis theorie hat (auf der angegebenen allgemeinen Grundlage) noch darzutun, nach welchen Gründen und in welchen Sonder vorgängen jenes „Anzeigen", „Ausdrücken" organischer Be ziehungen der Teilganzen im volkswirtschaftlichen Gesamt ganzen geschieht, wie sich die Gliedhaftigkeiten in ihm durch setzen (vgl. unten S. 73 über „Gleichwichtigkeit"). Die österreichische Schule, sofern sie den Wert von Bedürfnis stand und Gütermenge (d. h. vom Verhältnis der Mittel zu den Zielen) abhängig macht, wäre mit diesen allgemeinen Voraussetzungen immerhin beim rechten Anfange; jedoch müßte Ziel und Mittelbestand der Einzelnen, müßte die Marktlage stets als Äußerung der volkswirtschaftlichen Ganzheit begriffen werden, nicht aber als Zufälliges, als bloß Summiertes, das aus sich-zusammenfindenden Atomen bestünde. Wenn daher Böhm-Bawerk sagt, „der Preis ergibt sich vom Anfang bis zum Ende aus subjektiven Wertschätzungen"?) und nach diesem Grundsätze auch seine entscheidende Preisformel (Beispiel vom x ) Böhm-Bawerk, Positive Theorie des Kapitals, 4. Ausl. Jena 1921, Bd. 1, S. 280, 281, 291. 2 ) st. angef. Orte, Bd. 1, S. 280.