11 Bcvölkcrungspolitik. stellen der Volkswirtschaftspolitik wichtige Aufgaben, die in diesem Zusammenhange zu berücksichtige,: sind. Atit der heutigen Eigentums- und Wirtschaftsordnung hängt der freie Wettbewerb eng zusammen. Auch er bietet durch seine Aus- wiichse, durch die Versuche zur Selbsthilfe gegen seine Gefahren (Verbände, Treuhandverbände usw.) manchen Anlaß zu wirtschaftspolitischer Betätigung des Staates; dabei ist aber zu beachten, daß — weil der Wettbewerb im Handel ebenfalls eine besondere Rolle spielt — viel fache Berührungen mit der inneren Handelspolitik bestehen. Mit in diesen Zusammenhang gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums. Die Geld- und Kredit-, die Verkehrs-, innere und be sonders die äußere Handelspolitik ragen mit ihren Absichten und Wirkungen vielfach in den Bereich der Gütererzeugung hinein; aber sie erschöpfen sich darin nicht und sind deshalb nicht im Rahmen der Gütererzeugungspolitik zu behandeln. 4. BevölkerungsPolitik. Die Bevölkerungspolitik hat die Wahrnehmung des Ge samtwohls in bezug auf die Bevölkerungsperhältnisse zur Aufgabe. Von der Größe und Gliederung der Bevölkerung hängt der Grundstock der Volkswirtschaft an Arbeitskräften und in wesentlichem Grade die wirtschaftliche und politische Machtstellung des Staates ab. Die Bevölkerung unterliegt an sich einer fortgesetzten Selbstermeuerung. Die Selbster neuerung muß derart erfolgen, daß der den Abgang ersetzende Zugang möglichst gesunde und für die wirtschaftliche Arbeit verwendbare Menschen umfaßt. Eine ivesentliche Rolle spielen hierbei alle diejenigen Maßnahmen, welche aus Besserung ber allgemeinen Gesnndheitsverhältnisse abzielen, ivie Schutz gegen Seuchen und ansteckende Krankheiten, Verbesserung des Trinkwassers und dergleichen.