40 Allgemeine Gütererzeugungspolitik. Einflüsse, die. beim heutigen Staude der Betriebsarbeits teilung, Betriebsausrüstung und Betriebsweise bau der Ein seitigkeit und der Anspannung bei der Arbeitsleistung aus gehen können, sowie behufs Verminderung der Unfallgefahr und mit Rücksicht auf die Unmöglichkeit für die Arbeiter, in den inneren Teilen der großen Städte zu wohnen. Aber wo die richtige Grenze für die Arbeitszeit liegt, läßt sich nicht allgemein feststellen. Die Verhältnisse und Bedürfnisse der einzelnen Erwerbszweige sind so verschieden, daß ein einheitlich festgesetzter Höchstarbeitstag schon hoch gegriffen sein muß, wenn er nicht entweder zu großen Härten oder zu zahlreichen Durchbrechungen führen soll. Auch die Wirkung einer bestimmten Verkürzung der Arbeitszeit auf die Arbeits leistung ist in den einzelnen Betriebszweigen — ganz ab gesehen von der Eigenart der beteiligten Arbeiter — aus natürlichen Gründen durchaus ungleich. Eine mäßige Ver kürzung der Arbeitszeit — nur eine solche kann überhaupt in Betracht kommen — hat ohne Frage in nicht wenigen Fällen nach den vorliegenden Erfahrungen die Arbeits leistung nicht geschmälert, also auch keinen Anlaß zu Lohn- verkürzungen gegeben. Die Voraussetzung dafür ist, daß der eigene Wille des Arbeiters für die Anspannung bei der Arbeit entscheidend ist. Je unmittelbarer aber seine Leistung von anderen Umständen innerhalb oder außerhalb des Be triebs beeinflußt wird, desto weniger hängt von seinem eigenen Willen die in einer gegebenen Zeit zu vollbringende Arbeitsleistung ab. Überdies wird erwartet, daß von der Beschränkung der Arbeitszeit der geschützten Arbeiter mittelbar auch die Arbeitszeit der erwachsenen männ lichen Arbeiter beeinflußt werden wird. Diese Erwäg ungen führen aber nicht dazu, daß die Volkswirtschafts politik sich jeder Einwirkung aus die Dauer der Arbeitszeit erwachsener männlicher Arbeiter enthält. Die Rücksichten