stehen und mit Ringen und dergleichen zum Festmachen der Schiffe versehen sind, haben eine Entfernung von 20 bis 30 m voneinander. Vor 1866 machten alle aufkommenden Schiffe an den Dückdalbenreihen fest. Das Löschen oder Laden der Fracht geschah mittels Flaschenzügen, die an der Schiffstakel befestigt wurden. Dieser primitive Umschlag wurde freilich zum Teil durch die Kaianlagen beseitigt. Jedoch der größere Teil des Güter umschlags mußte bei einem Hafen wie Hamburg, der über einen so ausgedehnten und nutzbaren Binnenschiffahrtsweg verfügt, wegen seiner viel größeren Billigkeit gegenüber dem Schienen weg stets »im Strom« vor sich gehen, und so hat sich denn eine Spaltung vollzogen in dem Umschlag der teureren Güter, meist Stückgüter, die den Weg über den Kai nehmen und den Um schlag der geringwertigen, meist Massengüter, die auf dem Wasser wege ihr Ziel erreichen, sei dieses Ziel nun der Hafenspeicher oder ein entfernterer Ort im Binnenlande. Die Dampfer haben wegen dieses Betriebes »im Strom« — auf den sie besonders auch in vielen außereuropäischen Häfen angewiesen sind — die Masten der Segelschiffe beibehalten, die bei ihnen aber eben einzig die Funktion der Ladebäume versehen und auf der Fahrt die Signallaternen tragen müssen. Natürlich hat man sich die Kessel der Dampfer mit der Zeit zunutze gemacht und statt der Mechanischen Flaschenzüge Dampfwinden konstruiert. Das Last seil läuft, von der Dampfwinde aufgerollt, aus der Schiffsluke heraus über eine am Ende des ersten Ladebaumes befestigten Rolle nach oben; dann wird die Last — gleichfalls mittels der Bampfwinde — zu einem über das Leichterfahrzeug gerichteten Ladebaum hingezogen und schließlich durch Losegeben des Seiles ln das Leichterfahrzeug »hinuntergefiert«. Bei Segelschiffen findet sich noch viel die primitive Hand- winde; man trifft aber auch auf diesen Schiffen vereinzelt schon kleine Motore. Vor allem geschieht aber das Lösch- oder Lade geschäft mit Hilfe von sogenannten Dampfwindenschuten oder Bonkeys, die sich neben das in das Seeschiff ladende Leichter fahrzeug legen und die Güter in das Schiff befördern. Diese Bampfwindenschuten werden auch manchmal von Dampfern ge braucht zum Bunkern, d. h. zum Einnehmen von Kohle für das Speisen der Kessel. Gerade bei diesem Zweig des Ladegeschäfts bat sich der Betrieb mit Dampfwindeschuten wegen seiner großen Leistungsfähigkeit sehr eingebürgert, dann aber auch deshalb, weil Bampfkessel Revisionen erfordern, wozu sie einige Zeit außer