25 Umfange über, und heute hat sich der elekrisch betriebene Kran allgemein für den Hafenbetrieb endgültig das Feld erobert. Und zwar sind es nach Bubendey & Meyer die folgenden Gründe, die eine Wahl des elektrischen Kranbetriebes angezeigt erscheinen lassen 1 ): »Verwendbarkeit eines einzigen Kraftwerks mit gleichen Krafterzeugungsmaschinen für die Kräne als auch für andere Kraftverbraucher und für die Beleuchtung; stete Betriebsbereitschaft der Kräne; Einfachheit in der Konstruktion, sauberster Betrieb und hoher Wirkungsgrad der Kräne; selbsttätige Tourenregulierung bei verschiedener Belastung ohne Herabsetzung der Wirtschaft lichkeit der Anlage; einfachste, betriebssichere und billige Kraft leitungsführung; Unempfindlichkeit der Leitungen gegen Witte rungseinflüsse, bequemste Anpassungsfähigkeit der Leitung an Entfernungen und Höhenunterschiede; für die Stromzuführung einfache, bewegliche Schleifkontakte, einfache Unterhaltung, Re paratur und Auswechselung von Leitung, Ermöglichung bequemer Abzweigungen, Erweiterungen und Umänderungen in der Leitungs anlage; Wegfall von Defekten an Erdleitungen bei Sackungen des Terrains durch Führung der elektrischen Stromleitungen in Schlangenlinien.« Diese elektrischen Halbportalkräne sind in 350 Exemplaren im Hamburger Freihafen vertreten. Sie haben eine Tragfähigkeit von je 3 Tonnen, heben diese in der Sekunde 0,6 m und haben eine Schwenkgeschwindigkeit von 2 m per Sekunde. Die Ausladung der Kräne beträgt normal 11 m, läßt sich aber auf 8 m verkürzen. Die Verkürzung ist einmal notwendig wegen der Takelung der Schiffe, dann aber auch besonders in neuester Zeit wegen der -Anlagen für drahtlose Telegraphie, die durch unverstellbare Aus leger leicht beschädigt werden könnten. Die Auslegerhöhe der Kräne beträgt 15,5 bis 18 Meter. Der Kranmotor ist für die Durchschnittsförderlast von 1,5 Tonnen bei einer ununterbrochenen Dauerleistung von höchstens 30 Minuten berechnet. Dieser Motor genügt bei den Ansprüchen, welche der Hafenbetrieb an die Kräne stellt, vollkommen, da zwischen den einzelnen Trans porten der Güter aus den Schiffen stets kurze Pausen eintreten, während welcher Zeit sich der Motor genügend abkühlen kann. Es kommt also überhaupt nie eine Dauerleistung von 30 Minuten m Frage. Die Lastgeschwindigkeiten der beschriebenen Kräne s md so gewählt, daß ein volles Kranarbeitsspiel im Mittel etwa 9°„Sekunden erfordert. Das Anhängen und Wiederabhängen der l ) Bubendey & Meyer a. a. O. S. 5 ff.