Es wurden nämlich im Jahre ig11 im ganzen 158372 Tonnen an Gütern gelöscht, davon an Salpeter 130776 Tonnen. Unter den im Freiladeverkehr geladenen Gütern spielen beson ders Salz, Kali, Kainit usw. eine große Rolle mit 96840 Tonnen von 192337 Tonnen Gesamtverkehr, dann folgen Kohlen usw. mit 29221 Tonnen und Zucker mit 21584 Tonnen. Von der Gesamtmenge des in Hamburg eingeführten Salpeters wurde etwa der sechste Teil im Freiladeverkehr bewegt, von den aus geführten Abraumsalzen etwa der achte Teil. Die Hauptmengen der genannten Güter wurden »im Strom« gelöscht, da sich der Freiladeverkehr für derartige Massengüter trotz niedriger Tarife zu teuer stellt und von ihm deshalb nur in besonderen Fällen Gebrauch gemacht wird. Im übrigen darf man das starke Schwanken der Tonnenzahl der im Freiladeverkehr gelöschten und geladenen Güter sowohl innerhalb eines und desselben Jahres wie auch nach den einzelnen Jahren nicht übersehen. Es hängt das mit dem Wasserstand der Elbe zusammen. Treten größere Störungen in der Flußschiffahrt infolge Dürre oder Eis- perioden ein, so schnellt der Freiladeverkehr in die Höhe, da dann ein Löschen und Laden »im Strom«, also von Schiff zu Schiff, weniger in Frage kommt. Die Oberländer Kähne können die Ladungen nicht befördern, und nun muß der Eisenbahn verkehr an die Stelle des Wassertransportes treten. Dem Freilade verkehr stehen Kräne und ausgiebige Gleise, Spills und Schiebe bühnen zum Rangieren der Frachtwaggons zur Verfügung. Es fehlen beim Freiladeverkehr natürlich die Schuppen, da ja keine vorübergehende Lagerung, sondern sofortiger Umschlag vom Schiff zur Eisenbahn und umgekehrt stattfindet. Der Umschlag wird, wie gesagt, meist durch Kräne bewerkstelligt, doch sind am Kohlenkai zwei Kohlenkipper aufgestellt, auf deren Kon struktion ich später im Zusammenhang mit den Kohlenlösch- und Ladeeinrichtungen eingehen werde. Kosten der Kräne für den Staat. Für die Kosten, die dem Staat aus der Unterhaltung und dem Betrieb der Kräne erwachsen, geben die folgenden Zahlen einigen Anhalt. Der Anschaffungspreis der Kräne Brownschen Systems von 2,5 Tonnen Tragfähigkeit beträgt 15 bis 16000 Mk. Lei dreitausend Betriebsstunden pro Jahr stellen sich die Kosten unter Zugrundelegung einer Zins- und Amortisationsquote von zu