63 herschaffen zu müssen, wenn er die sämtliche eingenommene Kohle gebunkert hat. Man hat deshalb zu einer anderen Art von Bunkerfahrzeugen gegriffen. Bei diesen befindet sich auf einem 20 Meter hohen Schwimmgerüst die Fahrbahn eines Greifers von zirka 1,25 Tonnen Fassungsvermögen, welcher Kohle aus einem Leichter in einen auf demselben Ponton befindlichen ebenfalls 20 Meter hohen Bunker füllt. Von diesem führen Schüttrohre auf ein Transport band, das die Kohle wie im ersten Fall, durch geschlossene Schütt rinnen in die Seedampfer stürzt. Bei diesem mit Dampf betriebenen Apparate waren aber zur Hebelbedienung allein zwei Mann nötig; die Arbeit war so schwer, daß nach vier Stunden Ablösung erfolgen mußte. Eine später zur Anwendung gebrachte technische Neuerung, die Jordansche Luftdruckbremse, erleichtert jetzt aber die Arbeit so, daß ein Mann ohne Anstrengung den ganzen Tag die Hebel bedienen kann. Auch dieser Apparat kostet alles in allem 260000 Mk., hat im ganzen neun Mann Personal nötig und kann 120 Tonnen stündlich leisten. Er hat den großen Vorteil vor dem Kohlen heberschiff, daß seine Arbeit nicht unterbrochen wird. Der oben beschriebene Leichterapparat mußte, wenn sein Bunkerkohlenvorrat erschöpft war, selbst neue Kohlenladung holen. Dadurch ging einerseits für das bunkernde Schiff kostbare Zeit verloren, anderer seits ruhten die Bunkeranlagen dieses Leichterapparates während der neuen Bunkereinnahme und ferner konnte das benötigte Personal während dieser Zeit nicht genügend beschäftigt werden. Ob die Höchstgrenze des Pontonhebers von 120 Tonnen stündlicher Leistung erreicht wird, ist fraglich, da die normale Größe der Hamburger Schuten 100 bis 120 Tonnen beträgt und sowohl der letzte Teil der Schutenladung wie das Auswechseln der Schuten Zeitverlust und somit Beeinträchtigung der höchst möglichen Leistung bedeutet. Der dritte Heber der Kohlenhebergesellschaft endlich, den Hamburg aufweist, ist ein aus technischen Gründen dreiteilig ge stalteter Schwimmkörper, der ein Gerüst von 25 Meter Höhe trägt Un d mit Greifern versehen ist. 20 Meter hoch befindet sich der Bunker, in den der Greifer das Kohlenmaterial aus den Schuten ei nfüllt, von wo es auf das Transportband kommt und von da durch die Schüttrohre in den Dampferbunker fällt. Die bessere Ausgestaltung dieses Apparates gegenüber dem zweiten ist seine elektrische Antriebsweise, ferner die vertikale Be weglichkeit des Bunkers mit Höchst- resp. Niederst-Ausschlägen