Kabinetts wurde geantwortet, daß dies eine innere preußische Kit* gelegenheit sei, in die sich fremde Nationen nicht zu mischen hätten, und der Gesandte am englischen Hofe, von Bülow, wies in einer Note darauf hin, daß sein königlicher Herr gegenseitige Handels beschränkungen für ein Anrecht ansähe, namentlich da er für Preußen gegenseitige Handelserleichterungen auf sein Programm gesetzt habe; wolle inan dem in England sich nicht fügen, so würden die Flaggengelder noch erhöht werden. Da die englische Ausfuhr nach Preußen damals einen Wert von mindestens 7 Kuli. Pfund betrug, so meinte der Präsident des englischen Handelsamtes huskiffon, der übrigens über die preußische Zollgesetzgebung sich mehrfach anerkennend ausgesprochen hatte und sich der Billigkeit der preußischen Forderungen nicht verschließen konnte, man müsse Preußen entgegenkommen, und ließ dem Parlamente eine Reform der englischen Handelspolitik vorschlagen. Die sehr ehrenwerten Mitglieder des Unterhauses lärmten zwar ein Weniges über die dem stolzen England gestellte Zumutung, und es fiel sogar das un verschämte Wort von the insolent dictation of a petty German prince; aber die Folge war doch am 2. April 182^ ein Schiffahrts vertrag, der den preußischen Schiffen fast uneingeschränkten Zutritt zu den englischen Häfen, soweit sie im direkten Handel von Preußen nach England kamen, gewährte, wie natürlich dasselbe für englische Schiffe in preußischen Häfen galt, allerdings in völlig unein geschränkter Art. Es war das ein Sieg preußischer Festigkeit, der dann auch von anderen Völkern benutzt wurde. Zn einer Denkschrift vom 30. September 1816 hatte der be kannte große preußische Staatsmann Wilh. von Humboldt den Gedanken ausgesprochene „Ls muß in der Politik Preußens liegen, die Nachbarstaaten in sein politisches und selbst administratives System bis auf einen gewissen Punkt zu verweben." Zn diesem Sinne wurde, nachdem die preußische Zollgesetzgebung über Zahr und Tag in Kraft getreten war, in der preußischen Staats zeitung schon 1819 (Nr. 131) amtlich versichert: „Daß Preußen schon seiner Lage wegen, mehr aber noch, weil die Vereinigung,