Schlag. Infolgedessen ließ sich Holland am 3. Juni 1837 zunächst zu einem Schissahrtsvertrag so wohl mit Preußen als auch mit dem Zollverein herbei, wonach die Schiffe der deutschen Staaten — im Wesentlichen kam dabei doch nur Preußen in Betracht — in den holländischen Häfen keinen anderen Auflagen unterworfen sein sollten, als die holländischen selbst. Aber Holland fuhr fort, auf eine Herabsetzung der Zuckerzölle zu dringen, wo gegen man der Einfuhr von Zollgetreide, Wein, Eisen, Glas, seidenen und baumwollenen Manufakturwaren Erleichterungen in Aussicht stellte. Gegen die Erniedrigung der Zollsätze wandten sich namentlich die Rübenzuckerfabrikanten und die den Rübenbau als einen vorteilhaften Neubetrieb erkennenden Großgrundbesitzer. Preußen schwankte; doch machten sich neben den Hauptrücksichten auf einen höheren Zollgewinn bei wieder gesteigertem Verkehr, der auch für die anderen Vereinsregierungen maßgeblich wurde, hier züm ersten Male persönliche Rücksichten am preußischen Hofe bemerklich. Die Prinzessin Albrecht, eine Tochter des Königs der Niederlande, betrieb die Sache ihres Vaterlandes mit Feuereifer. So kam am 21. Januar 1839 ein Vertrag zustande, der den niederländischen Lompenzucker auf die Hälfte des bestehenden Tarif satzes, raffinierten Zucker auf 10 Taler normierte, abgesehen von andern den Niederlanden in der Ausfuhr von Butter, Käse und Vieh günstigen Bestimmungen, denen dann wieder solche für die deutsche Industrie entsprachen. Ls zeigte sich alsbald, daß dieser in der Zuckerfrage lediglich das politische und fiskalische Interesse vertretende Vertrag ein Fehler war. Die in ihrer Existenz bedrohten deutschen Zucker fabrikanten liefen Sturm dagegen und hatten das nationale Empfinden hinter sich, die Hansastädte, obwohl ihnen dieselben Erleichterungen wie Holland zuteil geworden waren, konnten doch mit den Mynheers nicht mehr konkurrieren. Somit mußte der Vertrag nach seinem Ablauf — die Dauer war bis zum Ende des Jahres 1841 bestimmt gewesen — eine entsprechende Änderung erfahren. Aber politisch war dabei die Hauptsache, daß man zum