propriete“, weil sie die Mäßigkeit and den Spartrieb wecken, weil sie in Zeiten kommerzieller Krisen meist davon unabhängig sind und überhaupt ein Aufsteigen auf der sozialen Stufenleiter ermöglichen. Aber für die Erfassung dieser Nebenarbeiten ist die Methode Le Play’s keineswegs sehr geeignet. Er stellt auch hierbei wieder alle Ein nahmen aus einer bestimmten Beschäftigung allen Ausgaben gegen über. Die Differenz von Einnahmen und Ausgaben setzt sich dann aus zwei Faktoren zusammen: aus Unternehmerlohn, Arbeitslohn und ev. noch Subventionswert oder Verzinsung des Eigentums, das dabei mitgewirkt hat. Der Anteil jedes einzelnen Elements bestimmt sich bald direkt, bald durch Analogie, bald als die Differenz der beiden anderen bekannten Elemente. Wie groß hier die Fehlermöglichkeiten sind, liegt auf der Hand. Sie liegen allerdings nicht in dieser speziellen Berechnungsweise, sondern sind charakteristisch für die ganze Methode, die sich lediglich auf Schätzung aufbaut, anstatt auf genauesten schriftlichen Unterlagen. Aus alledem geht schon zur Genüge hervor, daß die Zahlen der Monographien an zwei Hauptmängeln leiden. Einmal bleiben für Le Play’s Aufgabe — nicht für jede wissenschaftliche Unter suchung von Familienwirtschaften! — besonders wichtige Momente außerhalb des Budgets und lassen sich überhaupt nicht in Zahlen ausdrücken; andererseits gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die zwar zahlenmäßig erfaßt werden, bei denen aber die Zahlen nicht die volle Bedeutung wiedergeben. Zwar ist der letztere Mangel mindestens zum Teil kein unvermeidlicher. Immerhin ist doch so viel sicher, daß ein Budget allein kein richtiges Bild der Familie geben kann, sondern daß das beschreibende Wort als wesentlicher Faktor mit dazu gehört, nicht nur, wie Le Play glaubt, als Hilfe für die, welche Zahlen nicht lesen können. Technik der Befragung. Balancierung des Budgets. Eine weitere Frage besteht darin, ob denn die übrigen Zahlen, die Le Play gibt, im großen und ganzen der Wirklichkeit entsprechen. Das ist keine prinzipielle Frage der Methode mehr, sondern nur eine solche nach der besonderen Technik, die Le Play anwendete, um zur Feststellung der Zahlen zu gelangen. Das Verfahren Le Play’s ist bei der Beschreibung seiner Methode des näheren erörtert. Es ist das der mündlichen Befragung, ein Verfahren, über dessen Unzulänglichkeit man sich heute einig ist. Setzen wir auf seiten Le Play’s auch eine reiche Erfahrung und Routine voraus, so können wir uns doch nicht vorstellen, wie ledig