31 netzes mit ihrer in der Provinz schon vielfach erprobten plan mäßigen Konzentrationspolitik zu leiten. Im April 1894 waren die freundschaftlichen Beziehungen mit Berlin angeknüpft und bereits am 1. März 1895 wurde die erste Depositenkasse in Ludwigshafen a. Rh. eröffnet, der dann Schlag auf Schlag die anderen Filialen folgten. 1896 eröffnete sie eine weitere Niederlassung im Elsaß durch Übernahme der altrenommierten Privatbankfirma C. Schwarzmann in Straßburg i. E. Die hierzu erforderlichen Mittel stammten aus einer gleich zeitig vorgenommenen weiteren Kapitalserhöhung von 2 Mill. auf 7 Mill. Mk. Zugleich wurde die bisherige Firma umgeändert in Oberrheinische Bank, Zentrale in Mannheim. Die folgende Ex pansionspolitik erforderte weitere Kapitalserhöhung und zwar 1897 auf 10 Mill. Mk. 1898 „ 15 „ „ 1899 „ 20 „ „ wovon jedoch nur 25 °/ 0 in diesem Jahre eingefordert und 1900 weitere 25 °/ 0 eingezahlt wurden, sodaß ihr eingezahltes Aktien kapital zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits auf 17,5 Mill. Mk. gestiegen war gegen 3 Mill. im Jahre 1894 vor Anschluß an die Deutsche Bank. Bemerkenswert für die letzte Kapitalserhöhung ist der Umstand, daß von da ab die Oberrheinische Bank zu gleich in eine Interessengemeinschaft mit einer schweizerischen Bank, der Creditanstalt in Zürich, eingetreten war. Diese hatte gleichzeitig mit der Deutschen Bank die Neuemission übernom men. Durch diese freundschaftlichen Beziehungen gelang es dann später dem Züricher Bankinstitut gelegentlich der Fusion der Oberrheinischen Bank einen Aufsichtsratsitz in der Rhei nischen Creditbank zu erlangen, den es heute noch innehat. Hand in Hand mit dieser gewaltigen Betriebsmittelstei gerung ging die weitere intensive Dezentralisation des Mann heimer Instituts. Im Jahre 1898 sind allein vier neue Filialen eröffnet worden. Zunächst hat sie das badische Oberland in ihren Geschäftsbereich einbezogen, indem sie nach Er werbung des Privatbankhauses des Herrn Christian Mez in Freiburg i/Br., mit einer neuerrichteten Filiale ihren Betrieb