37 Durch die erhöhten Betriebsmittel (Gründungskapital — 20 Mill. M. & Depositenbestand — 18,2 Mill. M.) konnte sie gleich zu Beginn ihres Geschäftsbetriebs ihren Aktionsradius lokal erweitern. Zunächst kommanditierte sie ihr Frankfurter Schwesterinstitut, die Firma E. Ladenburg, sodann eröffnete sie zwei neue Filialen in Pforzheim (1, Juni 1905) und in Lahr (1. Dezember 1905). In Mannheim selbst führte die Konzen trationsbestrebung im Laufe des Monats Januar zu Verhand lungen mit der Kommanditgesellschaft Weil & Benjamin, welche mit der völligen Angliederung dieser Firma an die Mannheimer Zentrale enden. Ferner wurden noch im Gründungsjahre die Geschäftsbe ziehungen mit der Privatbankfirma Straus & Co. in Karlsruhe angeknüpft, die sich durch die Wahl des Herrn Bankier M. A. Straus in den Aufsichtsrat der Süddeutschen Discontogesell- schaft A.-G. dokumentierte. In der aufblühenden Entwicklung des jungen Unterneh mens findet sich noch deutlich der alte unternehmende Geist der alten Firma Ladenburg wieder, wie er noch als Privatbank haus dem Mannheimer Platze durch seine umfangreichen Kredit gewährungen erhebliche Dienste geleistet hatte, wie überhaupt das alte Mannheim das Emporblühen seiner Industrie und seines Handels zu einem erheblichen Teil diesem alten Privatbankhaus mit zu verdanken hat. Obwohl die Bank mit ihrer zuerst gegründeten Filiale in Pforzheim verschiedentliche Unannehmlichkeiten durch ihren dortigen Geschäftsführer hatte, ließ sie sich nicht abhalten, sich ein intensiv verzweigtes Filialnetz auszubauen. So eröffnete sie bereits im zweiten Geschäftsjahr ihren Betrieb in den beiden neugegründeten auswärtigen Niederlassungen in Freiburg i. Br. und in Heidelberg, denen im Jahre 1907 die Errichtung der 5. Filiale in Landau-Pfalz folgte. Hier, wie in den meisten Fällen, sucht sie bei ihren Dezen tralisationsbestrebungen stets Anschluß an bereits bestehende Bankhäuser, wodurch das immer schwieriger sich gestaltende Anfangsstadium der neu zu gründenden Filiale bedeutend er