44 tungsvollsten war, brachte auch eine überraschende Fülle neu gegründeter Filialen, Die Ortenauer Creditbank A.-G. in Offenburg, mit welcher die Rheinische Creditbank schon seit einer Reihe von Jahren in Geschäfts-Beziehungen stand, mußte im Frühjahre 1899 liqui dieren. Sie wurde von dem Mannheimer Institut aufgekauft und zugleich unter Übernahme ihrer sämtlichen Aktiven und Passiven und den noch vorhandenen Reserven in eine neue Filiale in Offenburg umgewandelt. Genau ein Vierteljahr später wurde die Bankkommandite Kaufmann, Engelhorn & Co, in Straßburg i/E., ein altrenommiertes Bankhaus, dessen Gründung in die Zeit des deutsch-französischen Krieges reicht, erworben. Die beiden persönlich haftenden Gesellschafter derselben wurden zu Direktoren ihrer gleichzeitig dort eröffneten Filiale ernannt. Die dritte neue Filiale dieses Jahres wurde in Lahr (Baden) durch Übernahme der alten Bankfirma: „Lahrer Creditbank Carl Bader & Co, 11 errichtet, da deren Hauptteilhaber kurz zuvor gestorben war. Zuletzt gelang es dann dem Institut ihrer in B.-Baden bestehenden Filiale einen neuen Geschäftszuwachs dadurch zuzuführen, daß sie das alte dortige Privatbankgeschäft Strohmeyer übernahm. Wie in früheren Jahren, so war auch diesmal immer nur in engster Verbindung mit einer lokalen Expansion oder einer tatsächlichen intensiveren Erweiterung der Geschäftsorganisation eine Erhöhung des Aktienkapitals verbunden. Den großen Fehler, den manches nicht streng solid geleitete Bankinstitut dadurch begeht, daß nur bei vorübergehenden Hochkonjunkturen für ein hierzu erhöhtes Betriebskapital Verwendung gesucht wird, hat die Rheinische Creditbank vermieden. Stets ist bei ihr die Ausdehnung ihrer Geschäftsbasis einer Kapitalserhöhung vorausgegangen oder doch gleichzeitig eng anschließend hieran eingetreten. Dies kann aus der angeschlossenen Tabelle deutlich ersehen werden. So bedingten auch die Errichtung der beiden oben er wähnten neuen Niederlassungen in Straßburg und in Lahr (Baden),