47 basis prozentual zum Aktienkapital keinen so großen Schwan kungen unterworfen ist, als dies bei lokal beschränkten Banken mit geringen Betriebsmitteln der Fall ist. Je geringer das Aktien kapital, umso eher kann ein einzelner Verlust im Gewinn- und Verlustkonto der betreffenden Bank ein für den Aktionär empfindliches Moment bilden. Ein Beweis hierfür gibt eben im Banken-Konzentrations- prozeß der letzten Dezennien die Tatsache ab, daß gerade die kapitalschwachen Elemente unter den badischen Bankinstituten den großen Wirtschaftskrisen erlagen. Obschon die Mannheimer Bank mit ihrem 6 Mill. M. betragenden, voll eingezahlten Aktien kapital und mit ihrem alten festen Kundenstamm für die damalige Zeit durchaus nicht zu den kapitalschwachen Aktienbanken ge zählt werden darf, so zeigt sich doch in der der Fusion einige Jahre später folgenden Krise, daß sie in mehrere verlust bringende Engagements verwickelt war, die dann der Rhei nischen Creditbank als Rechtsnachfolgerin Veranlassung gab, auf Grund mehrerer nicht mehr vollständig gesicherter Konten der Mannheimer Bank umfangreiche Abschreibungen vorzuneh men. Hätte die Mannheimer Bank noch isoliert dagestanden, wie 3 Jahre zuvor, so hätte ihr der bekannte Zusammenbruch der Rheinaugesellschaften, bei denen sie durch den Konkurs der A.-G. für chemische Industrie stark in Mitleidenschaft gezogen war, nicht nur in ihrem Erträgnis einen gewaltigen Abbruch getan, ja ihre ganze Existenz wäre sicherlich gefährdet gewesen. Während der Reingewinn der Rheinischen Creditbank nach Abzug des Erträgnisses der Mannheimer Bank von 4,5 Mill. M. im Jahre 1901 auf 3,98 im Jahre 1902 — 12 °/ 0 sank, differiert das Reinerträgnis der Mannheimer Bank in derselben Periode um ca. 38 °/ 0 (89600 M. im Jahre 1901 gegen 55500 M. im Jahre 1902). Zugleich'mußten 215000 M. bei ihr für Rückstellung für die fallierte A.-G. für chemische Industrie und für solche Konten, die sich in der Krisenzeit verschlechtert hatten, ver wendet werden, was bei der geringen Höhe ihrer Betriebsmittel