71 Der Hauptabsatz der Produktion findet in Deutschland statt und zwar ungefähr zur Hälfte in Bayern; das Übrige verteilt sich auf das Deutsche Reich und auf den Export. Es werden im ganzen zur Zeit 177 Personen beschäftigt. Davon sind 36 männliche und 141 weibliche. Männliche Lehrlinge werden nicht ausgebildet. An geübten Arbeitskräften ist kein Mangel. In den weiblichen Abteilungen sind die Arbeitskräfte alle zum größten Teil selbst im eigenen Betriebe groß geworden ­ und mit der Arbeit vertraut, namentlich soweit es 1 sich um die hochentwickelte Wachsbildnerei handelt, d. h. um jene Abteilung, in welcher das Verzieren von Wachskerzen und Wachsstöcken vorgenommen wird. Je nach der Art der Arbeit handelt es sich hier um tüchtige kunstgewerbliche Leistungen. Für die Bezahlung der Arbeiter kommen sowohl Taglohn als auch Wochenlohn in Betracht. Außerdem wird sehr viel im Akkord gearbeitet. Zum Betrieb der zur Anwendung kommenden Maschinen, der Rührwerke, Bohrmaschinen, Farbmühlen wie der Klöppelmaschinen ­ zur Herstellung der für die Fabrikation benötigten geflochtenen Dochte, dient eine größere Dampfmaschine, deren Abdampf und überflüssiger Dampf ausschließlich zum Schmelzen ­ des Rohmaterials verwendet wird. Die Firma stellt außerdem ­ noch Met her, ein Getränk, welches aus Honig und Wasser besteht und ungefähr so gesotten und behandelt wird wie Bier. Die jahrelangen reichen Erfahrungen der Firma in der Kellerei ­ werden dazu benützt, die besten Rezepte zur Bereitung eines guten gesunden Metes zusammenzustellen. Der Met findet seinen Absatz heute noch hauptsächlich in Südbayern und in München. In den kleinen Ortschaften in Ober- und Niederbayern wird er bei gewissen Festlichkeiten in nicht unbedeutendem Maße konsumiert. Es liegt ja in der Natur der Sache, daß in dem Verkehr mit der Landbevölkerung und mit den Bienenzüchtern ­ nicht nur die Abnahme von Wachs, sondern auch jene des Honigs bedingt ist. Da nicht aller Honig zum Brauen von Met verwertet wird, treibt die Firma auch einen umfangreichen ­ Handel mit Honig, was im allgemeinen wenig bekannt ­ sein dürfte. Seit einigen Jahren hat die Firma einen neuen Zweig in