29 Gesagten einige Richtlinien gegeben zu haben, ohne nun irgendwie den Anspruch zu erheben, daß meine Meinung die einzig richtige sei. Nur zu weiterer Klärung mag sie mit Nutzen beitragen. Unerledigte Fragen. Fragen wie die, auf welchen Wegen sich bei Ein richtung eines Handelsmonopols die Aufnahme des bestehenden Dünge mittelhandels in den Staatsbetrieb anbahnen muß; wie weit der deutsche Besitz an Salpetergruben für den übrig bleibenden Bezug aus Chile zu bevorzugen wäre; wie die Propagandatätigkeit gedacht sein und von wem sie geleitet werden würde; wie sich die seltener benutzten, vielfach schwerer löslichen Strckstoffdüngemittel wre Knochenmehl, Peruguano und ähnliche mit tunlichster Schonung berechtigter Jnlands- interessen den neuen Preisen einzuordnen hätten; wie die Jnnehaltung der vereinbarten Gehaltssätze an Stickstoff zu kontrollieren wäre, und von welchen Stellen; besonders aber: wieweit eine Abnahmeverpflichtung des Staates für im Inland erzeugten Stickstoffdünger bestehen, oder wieweit hier freies Angebot und Zuschlag an den billigst Liefernden entscheidend sein würde, und ähnliche, die Beziehungen zwischen Privat düngerindustrie und Monopol regelnde, wichtige Fragen; auch ob das Monopol nicht nur den Innen-, sondern auch den Außenhandel über nehmen müßte; diese alle und manche andere können hier nicht be sprochen werden. Und doch werden sie für die Stellungnahme zu dem Monopol vielfach entscheidend sein. Wirkung des Mono- Mir bleibt nur noch übrig, die Wirkungen der Pols auf Chile. Ausdehnung unserer deutschen Stickstoffindustrie, und des beabsichtigten Monopols auf einzelne unserer Beziehungen zum Auslande zu streifen, da man auch diese, und zumal den deutschen Handel mit Chile gegen ein Stickstoffmonopol angeführt hat. Dazu ist einmal zu bedenken, daß die wahrscheinlich mit der Zeit auch auf die künstliche Herstellung von Salpeter aller Arten übergreifende Stickstoff industrie mit und ohne Monopol den chilenischen Salpeter weitgehend zurückdrängen wird. Daß ferner die großen Neuanlagen auf diesem Gebiet bei uns doch nicht nur aus Freundschaft gegen Chile nach dem Kriege ihre Tätigkeit einstellen können, und daß schließlich Deutschland ein größeres Interesse hat, seine eigenen der Stickstoffgewinnung die nenden Anlagen einer angemessenen Verzinsung entgegenzuführen, als die in größtenteils englischen! Besitze befindlichen chilenischen, wenn da durch auch die chilenischen Staatseinnahmen benachteiligt werden^