33 3 andernfalls wertlose Nebenprodukte auszunutzen und dadurch die Fa brikation zu verbilligen. Welches Land könnte hierfür aber bessere Ans- sichten besitzen als Deutschland mit seiner chemischen Industrie, der ersten der Welt? Die Stunde scheint gekommen, in der die Grundlage für eine weit gehende Förderung der deutschen Kunstdüngerindustrie und des deut schen Kunstdüngerhandels unter Teilnahme des Reiches an Arbeit wie an Gewinn geschaffen werden muß. Möge Regierung und Volksver tretung eine glückliche Hand zeigen, und so schon jetzt zur schnellen Hei lung der Wunden des Krieges auf wirtschaftlichem Gebiete wesentlich tätig sein! Schluß. Ein Wort zum Schluß: In der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" fand sich eine Darlegung, derzufolge man von Regierungsseite in der öffentlichen Besprechung des Gesetzeickwurfs über das Stickstosfhandelsnionopol Zurückhaltung zu üben beabsichtige, unter dem „Gesichtspunkt, daß eine vollständige Beurteilung der in Betracht kommenden Fragen nur möglich ist auf Grund von Tatsachen und Er wägungen, deren öffentliche Darlegung geeignet wäre, gewisse Inter essen, die während der Kriegsdauer unbedingt den Ausschlag geben müssen, zu gefährden. Das gleiche gilt für die öffentliche Darlegung der von der Reichsleitung bisher in die Wege geleiteten praktischen Maßnahmen zirr Sicherung einer ausreichenden Erzeugung von Stick- stoffverbindnngeu während des Krieges. Wir haben allen Grund, unsere Feinde über das Wie und Wo auf diesem Gebiete nicht zu unterrichten " Ich habe, wie ich glaube für mich in Anspruch nehmen zu können, mich in der vorliegenden Besprechung streng an diese Grundlinien ge halten. Es gibt aber zweifellos bei der Behandlung der Frage eines Stickstoffhandelsmonopols noch eine ganze Reihe von wichtigen Um ständen und Verhältnissen, die lediglich auf die Zeit nach dem Kriege bezüglich, wohl in keiner Weise die Sicherheit unseres Vaterlandes in irgend einer Weise berühren können, zumal da sie ausschließlich auf dem in Kriegszeiten nicht maßgebenden wirtschaftlichen Gebiete liegen. Und zweitens sind andere Einzelheiten entweder schon vor dem Kriege allge mein bekannt gewesen, wie z.B. die in Betracht kommenden Herstellungs verfahren, oder seit Monaten in vielen Denkschriften und Zeitungen bei