22 Hauptmasse seiner Mitglieder tätig sei, und daß er in Berlin zwei Dritte! der ansässigen Berufszugehörigen umfasse, demnach also für Berlin ein ziemlich genaues Bild geben kann. Danach waren 1903 unter dem Töchter von 1. Höheren Beamten, Ärzten u. a. 2. Fabrikanten, Kaufleuten u. ä. . . .3. Subaltembeamten 4. Kaufmännischen Angestellten . . 5. Handwerkern, Land- und Gastwirten u. ä 6. Werkführern, Inspektoren .... 7. Unterbeamten 8. Gesellen, Arbeitern, Dienern . . . 9. Sonstigen Angestellten 10. Verschiedenen (Rentiers, Hausverwal- Büro personal % Verkaufs personal 0/ Io 7,0 32,5 39,5 2,6] 20,0 22,6 10,0 4,5 3,8 24,1 41,7 3,1 22,0 32,2- 3,8 2,6 7,4 8,7 10,1 33,6 0,8 1,0 2,8 1,0 Beim Kontorpersonal ist danach die Beteiligung der Töchter von höheren Beamten, Ärzten u. a. verhältnismäßig gering, die Zahl der Töchter von Fabrikanten und Kaufleuten dagegen beträgt fasü ein Drittel. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, daß die Familien der Fabrikanten und Kaufleute auch weit zahlreicher sind als die der höheren Beamten, Ärzte usw.; doch bleibt trotzdem ein Unterschied in der Beteiligung bestehen. Die Töchter aller dieser Stände ergreifen meist erst einen Beruf, wenn die Not es fordert. Von den Töchtern höherer Beamten, Ärzten u. ä. wird der kaufmännische Beruf viel fach noch nicht als standesgemäß betrachtet, sie suchen daher in an deren Berufen Unterkommen. Für die Tochter eines Fabrikanten oder Kaufmannes liegt aber gerade die Tätigkeit im Handelsgewerbe sehr nahe, da sie aus beruflich verwandten Kreisen stammt. In diesen persönlichen Gründen liegt wohl eine wesentliche Ursache für die relativ sehr starke Beteiligung dieser Kreise. Desto erstaunlicher ist die geringe Beteiligung einer Gruppe, die zu der Stellung der Konto ristin und Verkäuferin in noch engerer Beziehung steht: die der Töchter von kaufmännischen Angestellten. Man müßte doch annehmen, daß die Töchter dieser Kreise, die fast alle auf Erwerb angewiesen sind, stark vertreten wären. Es herrscht hier zum Teil wohl auch das Be streben, die Kinder einen anderen Beruf als den des Vaters ergreifen zu lassen und wenn möglich über den Stand der Eltern zu erheben. Der Hauptgrund ist wohl aber darin zu suchen, daß als Kaufmann sehr viele Väter angegeben werden, die tatsächlich nur kaufmännische