28 Danach waren nach den Angaben aus Karlsruhe München 1903 % 2,3 1911 % 5,3 3.9 8,5 6.9 18,2 10,3 47,0 Töchter von 1. Höheren Beamten, Ärzten (Mnohn.: Privat beamten, Lehrern) 2. Fabrikanten, Kaufleuten 12,3 3. Mittleren Beamten 3,6 4. Kaufmännischen Angestellten •— 5. Handwerkern, Gast- und Landwirten . . 15,8 6. Werkführern, Inspektoren ....... 4,9 7. Unterbeamten 8,0 8. Gesellen, Dienern, Arbeitern 49,9 9. Sonstigen Angestellten — — 10. Verschiedenen anderen 2,9 — Hier ist die Arbeiterschaft noch stärker vertreten als bei den Kontoristinnen. Dementsprechend ist auch der prozentuale Anteil der höheren Schichten geringer. Die Tabellen lassen also den Schluß zu, daß sowohl im Kontor wie im Verkauf die Tätigkeit der Arbeitertochter unter Verdrängung der Angestellten aus höheren Kreisen im Anwachsen ist. Im Verkäufe rinnenberuf ist es dem Arbeiterstand schon gelungen, die Hälfte aller Stellen in seine Hand zu bringen; im Kontor scheint eine ähnliche Ent wicklung vorzugehen, wenn auch bis jetzt noch die bürgerlichen Schichten zweifellos überwiegen. B. Alter und Familienstand. Nicht unwesentlich für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Frauenarbeit im Handelsgewerbe und der Lohnhöhe ist die Frage nach dem Alter. Hierüber gibt die Reichsstatistik von 1907 Auskunft. Von den kaufmännischen Angestellten der betreffenden Altersklasse waren Personen weiblichen Geschlechtes: unter dem Kontor- Verkaufs- personal personal 0/ / 0 % unter 14 Jahren . . . . . . 16,6 35,3 von 14—16 ,, .... . . . 27,5 38,8 „ 16—18 . . . 38,1 41,5 „ 18—20 „ . . . . . . . 30,9 44,3 „ 20-25 „ . . . . . . . 26,9 48,2 „ 25—30 ...... . . . 15,7 41,8