32 Kleingewerbetreibenden sind, nach einer Tätigkeit in fremden Be trieben wieder in das elterliche Geschäft zurückkehren. In der Er scheinung, daß Kontoristinnen, die durch eine praktische Lehre ihre Kenntnisse erworben haben, ein verhältnismäßig hohes Alter haben, kommt zum Ausdruck, daß diese Sitte fast allgemein stark im Ab nehmen begriffen ist. Ein Einfluß der Schulbildung auf die Altersziffern ist zweifellos vorhanden, von geringerer Bedeutung scheint aber die Dauer des Fachunterrichtes zu sein. Fast möchte man sogar behaupten: je ge ringer die Fachbildung, desto größer ist verhältnismäßig die Zahl der älteren Kontoristinnen. Die Erklärung hierfür liegt darin, daß diese Angestellten in der Mehrzahl Angehörige höherer Kreise der Bevöl kerung sind und oft erst zum Erwerb greifen, wenn die Not es fordert, oder wenn die Heiratsaussichten nicht mehr günstig sind. Da dieser Zwang vielfach erst in höherem Alter eintritt, so ist verständlich, daß der Unterricht möglichst abgekürzt wird, sei es, daß die wirtschaft lichen Verhältnisse es fordern, sei es, daß die Lust zum Lernen nicht mehr sehr groß ist. Jüngere Kräfte aber werden jetzt fast regelmäßig eine theoretische oder praktische Vorbildung aufweisen und sina daher nur noch in Verschwindend geringer Menge in der Erhebung vor handen. Die kleine Zahl von jüngeren Angestellten in diesen Gruppen ist somit verständlich. Nun ist aber nicht so sehr das Alter an und für sich maßgebend für die Lohnhöhe und Erfahrung als vielmehr das Dienstalter. Für die Kontoristinnen ergab sich als Dienstalter nach den Angaben Jahr für des K. V. f. w. A. °/ der V. k. V. f. w. A. 0/ /o 12,9 /o 14,1 13,6 16,4 12,0 13,6 21,5 20,0 28,8 23,9 11,1 12,0 L2 3,3 8,9 5,5 11,6 10,3 27,6 21,4 31,5 29,6 19,1 29,9