35 Die Beteiligung der Ledigen wird immer schwächer mit steigendem Alter. Da sie meistens keine Familie zu versorgen haben, können sie In höherem Alter aus dem Berufe ausscheiden; denn ihre Ersparnisse und oft auch Pensionsunterstützungen irgendeiner Art genügen für ihre bescheidenen Bedürfnisse. Von 50 Jahren ab beginnt auch die Anteilsziffer der Verheirateten zurückzugehen, da diese immer mehr in die Kategorie der Verwitweten eintreten und vielfach in diesem Alter auch aufhören können zu verdienen. Die Beteiligung der Verwitweten ist sehr stark, da in einem Alter über 50 Jahren die größere Masse der nicht Ledigen verwitwet sein wird und auch ein großer Teil der Angestellten, gerade weil er ohne Ernährer auf eigenen Erwerb an gewiesen ist, noch zur Arbeit gezwungen ist. Interessant ist die Verteilung auf das Büro- und Verkaufspersonal. Es waren ledig verheiratet, getrennt verwitwet, geschieden im Alter Kontor- Verkaufs- Kontor- Verkaufs- Kontor- Verkaufs- personal % personal o/ /o personal % unter 16 Jahren 100,0 100,0 — — — — 16—18 99,9 100,0 0,1 — — — 18—20 99,7 99,8 0,3 0,2 — — 20—25 5) 99,0 98,8 0,9 1,0 0,1 0,2 35—30 93,8 93,8 4,5 4,9 1,7 1,3 30—40 86,5 80,1 8,3 14,2 5,2 5,7 40—50 67,1 61,2 18,5 23,7 14,4 15,1 50—60 40,6 42,4 41,7 26,5 17,7 31,1 60—70 46,5 33,1 17,8 24,1 35,7 42,8 über 70 »5 * * * • * 60,1 36,2 13,3 8,9 26,6 54,9 Beim Kontorpersonal bleibt bis ins späteste Alter die größere Masse der Angestellten ledig. Beim Verkaufspersonal ist fast ein Drittel eheversorgt gewesen. Witwen, die durch den Tod des Ernährers gezwungen sind, wieder Erwerb zu suchen, werden sich selten noch zur Kontoristin ausbilden lassen, sondern eher eine Stelle als Ver käuferin annehmen. In diesem Pall werden sie vor allem in solchen Stellungen auftreten, zu denen man besonders gern ältere und ver trauenswürdige Personen wählt. Der Beruf ist in diesen Fällen meistens mit Rücksicht auf die Kosten und die Zeit gewählt, die der Unterricht in Anspruch nehmen würde. Ein Unterschied zwischen Kontor- und Verkaufspersonal ist bisher überall deutlich zu bemerken gewesen; der allgemein fühlbare Standesunterschied hat seine Ursache auch in durch Zahlen erkennbaren Unterschieden der Herkunft und Ausbildung. 3*