58 sprechen. Eingeführte und langbewährte Kräfte werden natürlich auch hier Dauerstellungen innehaben, da sie schwer zu ersetzen sind, und ein Stamm von Verkäuferinnen auch während der stillen Zeit gehalten werden muß. Die anderen Kräfte aber werden nach Be darf eingestellt. Inden Jahresberichten von 1899 gibt der Kaufmännische Verband eine Zusammenstellung über die Zahl der Tage, die die Be nutzerinnen des Stellennachweises von der Aufgabe ihrer Tätigkeit als Verkäuferin bis zum Antritt in der neuen Stellung beschäftigungs los waren. Danach betrug die Zeit der Arbeitslosigkeit: 545 = 21,2 % 0 Monate bei .... 1135 = 44,3 % y 4 99 99 • • • • 59 = 2,3 % y 2 9 9 9 9 • • • • 190 = L4 % % 9 9 9 9 .... 90 = 3,5 % i 9 9 99 .... 206 = 8,0 % 2 9 9 9 9 .... 314 = 12,1 % 3 9 9 99 .... 197 = 7,7 % 4 9 9 99 .... 138 = 5,4% 5 9 9 ,, .... 65 = 2,5 % 6 9 9 99 .... 61 = 2,4 % 7 9 9 9 9 .... 30 = 1,2 % 8 99 99 .... 30 = 1,2 % 9 99 9 9 12 = 0,5 % 10 9 9 99 .... 10 = 0,4% 11 9 9 99 .... 6 = 0,2 % 12 9 9 9 9 .... 3 = 0,1 % mehr als 12 9 9 99 .... 19 = 2565 = 0,7 % 99,9 % Das ergibt also eine durchschnittliche Stellenlosigkeit von gün stigstenfalls iy 2 Monaten. Das Ergebnis ist recht traurig und zeigt, welcher Ungewißheit im Verdienst diese Angestellten anheimgegeben sind. Durch die Gründung zahlreicher Großbetriebe im Kleinhandel ist jetzt vielfach eine schnellere Unterbringung der Stellensuchenden möglich. Aber wiederum bewirkt die gesteigerte Nachfrage infolge der scheinbaren Leichtigkeit des Erwerbes auch einen stärkeren Zu drang. Ein solcher Ausfall im Gehalt beeinflußt natürlich die Höhe des Jahreseinkommens ganz wesentlich, da er besonders die Angestellten trifft, die leicht zu ersetzen und daher schlecht oder mäßig bezahlt sind. Das tatsächlich erzielte Jahreseinkommen der Verkäuferinnen stellt sich also erheblich geringer als das der Kontoristinnen; eine große Anzahl, man kann sagen, fast die Hälfte, verdient jährlich nicht den Lebensunterhalt.