61 eingearbeiteter Kräfte. Diese Entwicklung zu beschleunigen, liegt nicht in der Hand der Angestellten, wohl aber können sie auf die Höhe des Gehaltes dadurch einwirken, daß sie durch eine gute Vorbildung befähigt werden, sich in kürzerer Zeit in die Praxis einzuarbeiten. Es wäre daher nur verständlich, wenn das Gehalt auch Unterschiede nach der Eachbildung zeigte. Es bezogen Gehalt nach Angaben nach Angaben des K. V. f. w A. der V. k. V. f. w. A. Kontoristinnen bis 70—100 über bis 70—100 über 70 M. % M. % 100 M. % 70 M. % M. % 100 M. % mit einer Lehrzeit bis 1 Jahr 15,7 49,3 35,0 28,8 35,1 36,1 über 1 „ 14,7 45,1 40,2 22,6 40,5 36,9 mit Handelsschulbildung bis 1 y z Jahr 20,2 39,7 40,1 35,9 41,2 22,9 über iy 2 „ 18,6 37,2 44,2 22,6 37,1 40,3 mit Fortbildungsschulbildg. bis 1 Jahr 19,3 37,6 43,1 26,1 47,8 26,1 über 1 „ 20,1 59,0 20,9 27,3 38,4 33,3 mit Pressebildung bis y 2 Jahr 1 über y 2 „ J 11,7 39,7 48,6 27,8 32,5 41,8 40,4 30,8 27,1 mit Privatunterricht . . . 3,5 37,2 59,3 7,7 30,8 61,5 ohne Vorbildung 12,1 27,3 60,6 16,2 32,3 51,5 Auf den ersten Blick könnte man nach den Zahlen fast behaupten: je schlechter die Fachbildung, desto höher das Gehalt. Denn an erster Stelle stehen die Angestellten, die Privatunterricht oder gar keine Ausbildung angegeben haben. Die Höhe des Gehaltes dieser Konto ristinnen zeigt, daß die Fachbildung allein nicht ausschlaggebend ist. Arbeitseifer und Fähigkeit zum kaufmännischen Beruf sind immer Faktoren, die vieles ersetzen. Dazu kommt, daß diese Angestellten aus sozial höherstehenden Schichten ein gewisses Gegengewicht für die fehlende Berufsbildung in der guten Schulbildung haben und prak tische Kenntnisse durch größere Lebenserfahrung infolge ihres höheren Alters ersetzen. Gerade dadurch auch, daß sie Aussicht auf die Ehe kaum noch haben, müssen sie versuchen, recht leistungsfähig zu wer den. Sie werden daher selbst an ihrer Ausbildung weiter arbeiten und die notwendigen theoretischen Kenntnisse sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit durch Abendunterricht anzueignen suchen. Ähnlich läßt sich auch die zum Teil günstige Stellung der in halb jährigen Kursen von Pressen ausgebildeten Angestellten erklären. Auch hier überwiegen die älteren und in besseren Schulen vorgebildeten Kräfte, die in ihrem Beruf eine Versorgung für das ganze Leben sehen und daher in ihrem Fach Tüchtiges leisten müssen.