Auflösung im Jahre 1803 württembergisch wurde. Wenngleich somit die Saline eine private Gründung war, so hatte die Regierung des Deutschmeisterordens dieselbe doch nur unter der Bedingung zugelassen, daß die Saline nach 40 Jahren, also 1797 in den Besitz des Ordens fiel, von dem die Gesellschaft anderseits die Saline während dieser Zeit als eine Pachtung zu betrachten hatte. Mit der 1807 erfolgten Errichtung des Salzhandelsmonopols in Württemberg er gaben sich bezüglich der Saline Clemenshall hinsichtlich der einheitlichen Durch führung des Monopols Schwierigkeiten, da der Saline durch Vertrag der Salz verkauf ungehindert freistand. Nach jahrelangen Prozessen und Verhandlungen konnte endlich eine Einigung dahin erzielt werden, daß sich die württ. Regierung verpflichtete, jährlich eine bestimmte Menge Salz zu einem festen Preise zu über nehmen, wo hingegen die Saline auf den Salzverkanf in Württemberg verzichtete. Gleichzeitig wußte die Saline nochmals eine Pachtverlängernng bis zum Jahre 1848 zu erreichen; erst dann ging die Saline Clemenshall in Staatsbesitz über. Als Ende der 1850 er Jahre das benachbarte Steinsalzbergwerk Friedrichshall eröffnet wurde, verlor die Saline Clenienshall ihre einstige wirtschaftliche Be deutung. Gegenwärtig besteht zwischen der Saline Clemenshall und Friedrichs- Hall eine Betriebsgemeinschaft. In der Kgl. Saline Friedrichshall haben wir die gegenwärtig größte Württembergische Staatssaline vor uns. Als im Jahre 1812 auf Befehl des Königs Friedrich I. von Württemberg in der Nähe der älteren Saline Clemens hall Bohrversnche nach Salz unternommen wurden, erwiesen sich diese als er folgreich. Die Gründung der Saline Friedrichshall ging jedoch erst im Jahre 1816 vor sich. Im Jahre 1817 versuchte man einen Schacht für die Solen förderung niederzubringen, jedoch mußte man nach jahrelanger, mühevoller Arbeit infolge Wasserznflusses den Schachtbau aufgeben. In den 1830 er Jahren diente ein erheblicher Teil der Salzproduktion der Saline Friedrichshall für den mit Bayern getroffenen staatlichen vertraglichen Salzanstausch. Die Saline Friedrichshall wurde von der Regierung in ihren technischen Anlagen stets ans neuzeitlicher Höhe gehalten. Gegenwärtig bezieht man die auf der Saline Friedrichshall zur Verarbeitung gelangende Sole aus den Bohrlöchern der Saline Clemenshall. Die Kgl. Saline Friedrichshall steht mit dem Kgl. Salz bergwerk Friedrichshall in engster Betriebsgemeinschaft. Als eine der Vergangenheit angehörende Saline ist die zu Wilhelmshall bei Schwenningen zu nennen. Als im Jahre 1822 die badische Regierung bei Dürrheim Bohrversnche auf Salz erfolgreich durchführte, gab dies der wnrttem- bergischen Regierung Veranlassung, gleiche Versuche auf dem benachbarten eige nen Gebiet zu unternehmen. Auch hier wurde Salz angetroffen und so kain es 1824 zur Errichtung der Kgl. Saline Wilhelmshall bei Schwenningen. Diese Saline war von der württembergischen Regierung hauptsächlich in der Absicht gegründet worden, die benachbarten schweizerischen Kantone mit Salz zu versorgen. In der Tat gelang es der Saline Wilhelmshall unter Verdrängung der badischen Salinen vom schweizerischen Markt diesen in weitem Umfange mit Salz zu versorgen. Als jedoch in den 1840 er Jahren einige schweizerische Kantone zur Errichtung eigener Salinen schritten, wurde der Saline Wilhelms hall bei Schwenningen die wirtschaftliche Basis entzogen. Auch gestalteten sich die Verhältnisse der Saline dadurch schwierig, daß die ziemlich stark verun reinigte Sole hohe Betriebskosten erforderte; besonders im Hinblick auf die mit