9 1 Klafter Tannenholz versiedete man 32 Ztr. Salz. Die Klafter kostete da mals 10 Gulden. Die Produktion des Kochsalzes erfolgte im Gedinge und zwar wurden für 100 Ztr. Salz zu sieden und zu trocknen einschließlich Stellung des Arbeitszeuges 7 fl. 20 kr. gezahlt. Ferner wurde an Lohn gewährt: für das Signieren der Kochsalzfässer oder Säcke 1 2 / i kr. pro Stück; für Herrichten und Zuschlagen der Salzfässer pro Stück 2 3 /i kr.; für Verpacken des Salzes 1 Gul den für 100 Ztr. Ein neues Faß, 680 Pfund Ranmgehalt, für Kochsalz kostete 1 fl. 18 kr.; Biehsalzfässer dagegen, von 600 Pfund Raumgehalt, kamen nur auf 45 kr. zu stehen'). Auf der Saline Schwenningen rechnete man auf 1 Klafter Tannenholz nur ein Auskommen von 23 Ztr. Kochsalz. Der Preis für die Klafter stellte sich in Schwenningen aus 11 fl. 30 kr.; daneben wurde um jene Zeit dortselbst Torf im Iveiten Umfange als Brennmaterial verwendet. Es kosteten 1000 Stück Torf 48 kr. Der Gedingelohn war in Schwenningen höher und stellte sich auf 9 fl. per 100 Ztr. Auf der Saline Sulz wurde für das Sieden eines Zentners Kochsalz 9 kr. gezahlt, während 1 Klafter Tannenholz 6 fl. 36 kr. kostete. Hier verwendete man alte Salzfässer, die einen Preis von 48 kr. das Stück hatten, während Salzsäcke von 2 Ztr. Gehalt 24 kr. kosteten. Aus einein Bericht der Finanz-Kommission über den Haupt-Finanz-Etat von 1842/45 ist zu entnehmen, daß um diese Zeit auf der Saline Friedrichshall mit 1 Klafter Holz nur 30 Ztr. Kochsalz erzielt wurden; eine sehr geringe Menge,, da die anderen Salinen damals durchschnittlich mit der gleichen Hvlzmenge 40 bis 46 Ztr. Salz produzierten^). Es wird sich noch weiter ergeben, daß in den Salz-Produktionskosten recht erhebliche Schwankungen auf den einzelnen Salinen anzutreffen sind. Die Hauptfaktoren hierbei sind die Lotigkeit der Sole und die Brennmaterialfrage. Sali nen, die mit schwachgradigen Solen arbeiten mußten, standen naturgemäß mit ihren Betriebsergebnissen gegenüber in diesem Punkte besser gestellten Salinen zurück. Bei der Brennmaterialfrage, die vielfach von der Länge des Transportweges ihrer Wirtschaftlichkeit nach abhing, spielte die Sorgfalt der Bedienung auch eine Rolle. Die Produktionskosten für den Zentner Salz auf den einzelnen württem- bergischen Salinen waren sehr verschieden. Unter Berücksichtigung des Anlage- und Betriebskapitals stellten sich die Selbstkosten für den Zentner Salz im Durchschnitt der drei Jahre 1844/47 wie folgt Z: Auf der Saline Hall Friedrichshall Sulz Wilhelmshall 27 Die Selbstkosten für Steinsalz betrugen zu demselben Zeitraum durch schnittlich 7,2 kr. An diesen obengenannten Selbstkosten ist zu einem erheb lichen Teil das Brennmaterial beteiligt. Der Anteil desselben bezifferte sich wie folgt: 1) Verhandlungen d. württ. Kammer d. Abg. Jahr 1834. I. Beil.-Heft. Seite 279 f. 2) Verhandlungen d. württ. Kammer d. Abg. Jahr 1849. III. Beil.-Heft. II. Abteilg. Seite 130. , m m ^ 100 3) Verhandlungen d. württ. Kammer der Abg. Jahr 1849. II. Beil.-Band. L>. 1-.3.