13 Auf den beiden staatlichen Salzbergwerken Friedrichshall und Wilhelms glück gestaltete sich die Steinsalzproduktion wie folgt: Steinsalz-Produktion 1. Gewonnen im ganzen davon: 2. Gefördert in Stücken von diesen: 3. Gemahlen 1865/66 529 229 Ztr. 473 951 „ Friedrichshall 1866/67 746 094 Ztr. 651 574 „ | 468 312 I Wilhelmsglück 1865/66 229 560 Ztr. 105 419 409 184 Die Produktionskosten für den Zentner Steinsalz stellten sich im Anschluß hieran wie folgt: Friedrichshall Wilhelmsglück Proourironsroiren 1865/66 1866/67 1865/66 Ad 1. Gewinnungskosten 1,843 kr. 2,132 kr. 1,382 kr. Ad 2. Allg. Lerwaltungskosten 0,306 „ 0,231 „ 1,105 „ Besondere „ 0,496 „ 0,371 „ 1,923 „ Förderung 1,276 „ 1,210 „ 2,877 „ Scheiden 0,453 „ 0,501 „ 0,271 „ Baukosten 0,120 „ 0,083 „ 0,864 „ Transport zur Mühle re. 0,038 „ 0,113 „ 0,078 „ Zinsen 0,121 „ 0,096 „ 1,700 „ Kosten der Förderung in Stücken: 4,653 kr. 4,737 kr. 10,200 kr. Ad 3. Mahlkosten 0,760 „ 0,763 „ 1,471 „ Magazinierung 0,297 „ 0,273 „ 0,583 „ Produktionskosten des ge mahlenen Steinsalzes: 6,773 kr. 12,254 kr. 5,710 kr. Zu dieser vorstehenden Uebersicht ist noch eine Ergänzung zu machen. Bei den Produktionskosten für Friedrichshall ist nicht die Amortisation der Baukosten für den Schacht berücksichtigt. Diese Baukosten standen damals noch nicht ziffern mäßig fest, man berechnete sie jedoch auf höchstens 700 000 Gulden. Nimmt man diese Summe als Grundlage, so ergaben sich unter Berücksichtigung der oben gegebenen spezifizierten Produktionskosten nicht ganz 7 Kreuzer Selbst kosten für den Zentner Steinsalz „in Stücken" auf dem Salzbergwerk Fried richshall. Man glaubte mit diesen Produktionskosten nickt höher dazustehen, als sie auf den großen preußischen Steinsalzbergwerken zu Staßfurt vorlagen. Die im Jahre 1866/67 bei Friedrichshall zu beobachtende Steigerung der „Gewin nungskosten" sind als Folge einer versuchsweise neu eingeführten Abbaumethode zu betrachten. Die erheblich höheren Selbstkosten auf dem Werk Wilhelmsglück finden in der Hauptsache ihre Erklärung in der Verminderung des Absatzes, die seit Eröffnung des bergmännischen Abbaues im Jahre 1859 auf Friedrichshall eingetreten >var. Man hoffte jedoch, als Folge des neuen Zollvereinsvertrages vom 8. Juli 1867, der auch die Beseitigung des Salzmonopols in Bayern ge bracht hatte, dem Salzbergwerk Wilhelmsglück dortselbst ein großes Absatzgebiet erschließen zu können. Auch nahm man an, daß mit dem weiteren Ausbau des Württembergischen Eisenbahnnetzes eine günstigere Gestaltung der Betriebskosten auf „Wilhelmsglück" zu erwarten war. In der Zukunft sollten jedoch diese Erwartungen nicht in Erfüllung gehen, denn das „Kgl. Steiusalzbergwcrk Fried richshall" trat mehr und mehr wirtschaftlich in den Vordergrund, ersichtlich von der Württembergischen Regierung zum künftigen Hauptbetrieb in der staatlichen Salzgewinnung erwählt. Diese Vorrangsstellung von Friedrichshall erweiterte sich noch, als das Kgl. Bergwerk „Wilhelmsglück" am 2. Februar 1900 den