93 später um ein drittes vermehrt wurden, arbeiteten zehn Pfannen. Von diesen ; 10 Pfannen waren drei Störpfannen, die je 1100 Qnadratfnß Fläche besaßen. V Die anderen 7 Pfannen, mit je 588 Qnadratfnß Flächengehalt dienten zum Seggen des Salzes. Das Siedeverfahren zeigte um diese Zeit auf Clemens- Hall gegenüber den anderen Salinen einige Abweichungen. Die Sole wurde hier in den Vorwärmpfannen zuerst mit Alannmehl bis zum Siedepunkt erhitzt, um dann in eine der Soggepfanuen übergeführt zu werden. Durch die An wendung des Alannmehls suchte man eine schnellere Reinigung der Sole zu er reichen, auch glaubte man hierdurch die Bildung größerer Salzkristalle zu er zielen. Der Verbrauch an Alannmehl bezifferte sich jährlich auf 700 bis 800 Zentner. Im Jahre 1848 ging die Saline in staatliche Verwaltung über. Im Jahre 1855 befanden sich auf der Saline Clemenshall zwei Bohr löcher im Betriebe, wobei die Förderung der Sole durch Wasserkraft erfolgte. Für die eigentliche Salzgewinnung standen drei Siedehäuser zur Verfügung, die mit 10 Siedepfannen arbeiteten. Um die genannte Zeit erzielte man im Siedebetrieb mit 1 Klafter Tannenholz im Durchschnitt 36 Zentner Salz. Der Bericht für den Haupt-Finanz-Etat von 1855/58 spricht sich dahin aus, daß die Saline Clemenshall ihre wirtschaftliche Notwendigkeit und Berechtigung in dem Augenblick verloren haben wird, wo die Betriebseröffnung des Steinsalzberg werkes Frjedrichshall erfolgt sein dürfte. Diese Annahme sollte sich in der Folgezeit auch nach Eröffnung des Bergwerksbetriebes als keineswegs gerecht fertigt ergeben, vielmehr wurde der Betrieb in dem alten Umfange weiter geführt. In dem Haupt-Finanz-Etat von 1867/70 wurden 9000 fl. zur Ver besserung der Siedceinrichtungen ausgeworfen. Im Jahre 1870 befanden sich auf der Saline Clemenshall in den 3 nebeneinander gebauten Siedehäusern nur noch 8 Siedepfannen im Betrieb. Auf der Saline Clemenshall kam aus schließlich Bohrlochsole zur Versiedung Z. Anschließend hieran geben wir nach Fehling das Ergebnis der chemischen Untersuchung der Sole von der Saline Clemenshall. Hiernach enthielten 100 Teile Sole^): Chlornatrium 25,9021 Schwefelsaures Natron 0,0197 mit 0,0111 Schwefelsäure Schwefelsauren Kalk 0,4445 „ 0,2611 „ Kohlensauren Kalk 0,0195 Chlormagnium Spuren Salze 26.3858 Wasser 73,6142 100,0000 Die Untersuchung des Kochsalzes zeitigte folgendes Ergebnis. Es enthielten 100 Teile Salz: Chlornatrium 96,686 Schwefelsaures Natron 0,055 mit 0,03062 Schwefelsäure Schwefelsauren Kalk 1,347 „ 0,79234 „ Kohlensauren Kalk 0,050 Wasser 1,862 100,000