3. Der Einfluß der fortschreitenden Technik. 89 Im Königreich Sachsen betrugen die Frachtsätze pro Tonne und Kilometer: Pf. Vor der Eröffnung der Eisenbahn 10 ) . . 33,3—66,6 Nach der Eröffnung der Eisenbahn 1839 17,58 1845 . . . 15,14 1850 12,60 1855 11,10 1860 10,07 1865 8,02 Auch sonst wurden alle Verkehrsmöglichkeiten weiter aus gebildet. Bedeutende Aufwendungen wurden sowohl für die Ver besserung der natürlichen wie auch für die Herstellung künst licher Wasserstraßen gemacht. Hierher gehören die Regulierung des Rheins und der Oder, die Schiffbarmachung der Saale, der Lippe und der Havel, die Verbesserung des Klodnitz-Kanals usw. 11 ). Ebenso zeigte der Straßenbau rasche Fortschritte. Noch im Jahr 1832 besaß der. preußische Staat nicht mehr als etwa 1400 Meilen Kunststraßen, 1849 1660 Meilen, 1855 1767i/ 2 Meilen, und 1859 waren es an Staats- und Privatstraßen bereits gegen 3400 Meilen oder 1,93 Meilen auf eine Quadratmeile 12 ). Zum Schluß noch einige Daten über die Entwicklung des Dampfmaschinenbaues. Die allgemeinere Einführung der Dampf maschine als Betriebskraft in Deutschland hängt sehr eng zu sammen einmal mit der bedeutenden Verbilligung der Frachten (siehe die obigen Tabellen), durch die die Betriebskosten herab gemindert wurden, andererseits mit dem Entstehen und Empor blühen der deutschen Maschinenindustrie, wodurch der An schaffungspreis der Dampf- und Arbeitsmaschinen verbilligt wurde. Dieses Wachstum der deutschen Maschinenindustrie war jedoch erst möglich, nachdem man in den deutschen Hoch ofenwerken allgemein zum Ersatz der Holzkohle durch die Stein kohle übergegangen war und damit den Herstellungspreis des Roheisens verringert hatte 13 ). Dies geschah erst Ende der vier ziger Jahre. Zwar war schon 1796 der erste deutsche Stein 10 ) Gemeint ist die Bahnlinie Leipzig—Riesa—Dresden. “) Mohr, 1. c. S. 35. *“) Mohr, 1. c. S. 34, Weber, „Historisch-Statistisches Jahrbuch über die Jahre 1830/31“. S. 247, Reden, „Gewerbe-und Verkehrsstatistik“. S. 401.