3. Der Einfluß der fortschreitenden Technik. 97 diesem Zeitpunkte an angegebenen Zahlen vielmehr die der Dampfmaschinen „in Mühlen aller Art mit Ausnahme der Ge treide- und Schneidemühlen“. Als solche kommen noch außer den Ölmühlen Knochen-, Farbholz- und Pulvermühlen in Be tracht, doch dürfte deren Zahl nur gering gewesen sein; anderer seits sind bei diesen Zahlen alle diejenigen Dampfölmühlen nicht mit aufgeführt, die in Verbindung mit Getreide- oder Säge mühlen betrieben wurden, so daß wir also ohne große Fehler die angegebenen Zahlen als die der in Ölmühlen aufgestellten Dampf maschinen ansprechen können 27 ). Auch diese Zahlen über die Vermehrung der Dampfölmühlen in Preußen zeigen deutlich die Ausbreitung der neuen Technik, und insbesondere geht aus ihnen der Aufschwung in den Jahren 1846—1858 (aus den sechziger Jahren liegen keine Zahlen vor) hervor. Die Zunahme der Dampfmaschinen betrug: Die der P.S.: 1837—43 47% 1846—52 54% 1846—58 152%. 1837—43 45,6 °/ ( 1846—52 66% 1846—58 167%. Die Stärke der Dampfmaschinen betrug: 1837—43 durchschnittlich 10,53 PS. 1846—58 „ 10,6 „ und 1852—58 „ 11,2 „ Ich komme nunmehr zur Behandlung der Frage, welchen Einfluß die veränderten wirtschaftlichen und technischen Ver hältnisse auf die Gestaltung der Betriebsform gehabt haben. Vor Einführung der Gewerbefreiheit bestanden, wie wir im vorigen Abschnitt gesehen haben, Hauswerk, Lohnwerk und Preiswerk friedlich nebeneinander. Die überwiegende Betriebsform war das Lohnwerk. Von seiner Ausdehnung können wir uns auf 27 ) Die Zahl der mit Getreide- oder Sägemühlen verbundenen Dampf ölmühlen darf nicht unterschätzt werden. Es gab deren 1837 : 3 mit 29 P.S., 1840 : 6 mit 76 P.S., 1843: 6 mit 93 P.S. und 1849: 6 mit 101 P.S. Klaue, Ölmüllerei. 7